Was ist Stepn: Alles, was Sie über das gehypte Move to Earn Projekt wissen müssen

·Freie Autorin

Stepn ist eine FitFi-App und hat innerhalb kurzer Zeit einen regelrechten Hype ausgelöst. Überall auf TikTok posten Fitnessfanatiker und alle, die es werden wollen, Videos, in denen sie ihre Erfolge mit dem Move to Earn Projekt demonstrieren. Denn wer mehr läuft, verdient auch mehr. Allerdings gibt es auch einen Haken. Denn wer mitspielen will, muss erst investieren. Alle wichtigen Infos rund um die Lauf-App.

Stepn versetzt die Menschen in Bewegung, denn wer mehr rennt, verdient auch mehr (Bild: Stepn)
Stepn versetzt die Menschen in Bewegung, denn wer mehr rennt, verdient auch mehr (Bild: Stepn)
  • Was ist Stepn?

  • Stepn: Wer mitmachen will, braucht NFT-Sneaker

  • Wie funktioniert Stepn?

  • Wie viel Geld kann ich mit Stepn verdienen?

  • Geschäftsmodell von Stepn erntet Kritik

Was ist Stepn?

Mit Stepn können die Menschen gemütlich joggen oder schnell rennen – wonach auch immer ihnen ist. Fakt ist: Wer sich mehr bewegt, verdient auch mehr. Allerdings kein echtes Geld, sondern GMT/GST, Krypto-Token, die auf Solana basieren. Move to Earn heißt das Prinzip, mit dem das Web-3.0-Startup die Fitnesswelt erobern will. Und das mit Erfolg: Seit ihrem Launch im Dezember 2021 hat sich die FitFi-App schnell einen Namen gemacht. Wie Jerry Huang, Mitbegründer von Stepn, kürzlich gegenüber TechCrunch verriet, sind inzwischen jeden Monat zwei bis drei Millionen User weltweit in der App aktiv. Für eine fünf Monate alte App in der Welt der Kryptografie ist das ein bedeutender Durchbruch. Am 22. Mai 2022 lag die Marktkapitalisierung von Stepns nativem Token GMT bei rund 860 Millionen US-Dollar.

Stepn wurde von Huang und seinem Mitbegründer Yawn Rong in Adelaide, Australien, gegründet und debütierte im Oktober bei einem Solana-Hackathon. Hier belegte die App zwar nur den vierten Platz, doch die Veranstaltung trug dazu bei, die erste Gruppe von Beta-Nutzern an Land zu ziehen. Zwei Monate später, als die App auf den Markt kam, hatte Stepn in der Blockchain-Community bereits Rede von sich gemacht – als die Must-have-App, mit der man sich etwas dazuverdienen kann, wenn man einen gesunden Lifestyle hat. Zwar muss man nicht unbedingt Profiläufer sein, um sich bei Stepn anzumelden, aber ein gewisser Fitnesslevel wird vorausgesetzt. Und das ist nicht die einzige Bedingung, um mitzumachen.

Stepn: Wer mitmachen will, braucht NFT-Sneaker

Wer Stepn nutzen möchte, muss erst einen digitalen Turnschuh kaufen. Und dafür müssen Fitness-Fans ganz schön tief in die Tasche greifen. Der Preis des NFT-Sneakers variiert je nach Fitnesslevel und kann zwischen 500 und 1000 US-Dollar kosten. Die Belohnung? Pro Tag sollen Nutzer damit einen zweistelligen Betrag in Solana erwirtschaften können. Doch auch das gestaltet sich nicht gerade einfach – vor allem nicht am Anfang.

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Denn um den Schuh nutzen zu können, brauchen Sie erst Energie, die täglich aufgeladen werden muss. Dann wandelt die Energie die gelaufene Zeit in die Krypotwährung GST um. Mithilfe dieser Währung und GMT können Sie Ihren Sneaker immer wieder verbessern und reparieren. Wenn Sie das nicht machen, verdienen Sie auch kein Geld. Sie können auch mehr als nur ein paar Sneaker besitzen. Denn mit GMT und GST lassen sich auch neue Sneaker erzeugen, die Sie dann auf dem Marktplatz verkaufen können. Doch Achtung: Stepn berechnet pro Handel eine Gebühr von sechs Prozent!

Stepn-User können mit ihren Sneakern Geld verdienen (Bild: Stepn)
Stepn-User können mit ihren Sneakern Geld verdienen (Bild: Stepn)

Wie funktioniert Stepn?

Stepn erkennt per GPS, wie schnell und wie weit Sie laufen. Natürlich verfügt die App auch über einen Cheat-Schutz. Zum Laufen hat der User die Wahl zwischen verschiedenen Sneakern. Hinzu kann er weitere Turnschuhe kaufen, um seine Einnahmen zu erhöhen. Für jede gelaufene Minute bekommt der User Green Satoshi Token (GST) gutgeschrieben. Allerdings bekommt er die nicht komplett, denn nach abgelaufener Trainingssession müssen erst die etwas abgenutzten digitalen Sneaker repariert werden. Nur so kann der Nutzer weiter laufen. Die verdienten GST kann der User in USDC wechseln und über das Solana-Netzwerk zur Krypto-Börse schicken.

Wie viel Geld kann ich mit Stepn verdienen?

Für seine Sportlichkeit wird der Nutzer mit der nativen Kryptowährung in der Solana-Blockchain, GST/GMT, belohnt. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich ein regelrechter Boom bei GST/GMT eingestellt. GMT erzielte zeitweise einen schwindelerregenden Return of Investment von fast 11.000 Prozent! Der Nachteil von Stepn: Mit sinkendem GST-Preis verdienen die Spieler immer weniger für ihre sportliche Betätigung. Ende Mai verloren beide Coins fast fünfzig Prozent an Wert. Der Grund: Ab Juli 2022 wird Stepn den Betrieb in China einstellen, da der Handel mit Krypto in diesem Land verboten ist – und das wirkte sich enorm auf den Kurs aus.

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Einige Nutzer auf TikTok berichten davon, dass sie in zehn Minuten 40 US-Dollar verdient hätten, andere konnten bereits mit zweieinhalb Minuten Joggen 12 Euro umsetzen. Abhängig ist das aber vom GST-Preis. Im Moment liegt der GST-Kurs bei 0,62 Euro, vor einem Monat bekam man für einen GST-Token sogar 5 Euro. Wer letzten Monat für 10 GST 50 Euro bekam, verdient heute nur noch knapp 6 Euro damit.

Geschäftsmodell von Stepn erntet Kritik

Stepn erntet seit Einführung auf den Markt jede Menge Kritik. Ein Schneeballsystem wird den Entwicklern vorgeworfen. Auch fragen sich beispielsweise Experten von Cryptobriefing, BTC Echo oder TechCrunch, wie nachhaltig ein Move to Earn Modell in einem kriselnden Kryptomarkt auf Dauer sein kann. Denn warum spielen User Stepn eigentlich? Ganz einfach: Um mit digitalen Sneakern Geld zu verdienen, indem sie neue generieren und verkaufen oder die verdienten Coins verkaufen.

Aus diesem Grund muss die Nachfrage nach Sneakern auch immer höher bleiben als das Angebot. Das System kommt nämlich zum Zusammenbruch, sobald das Wachstum der neuen Spieler nicht mehr ausreicht, um genügend Nachfrage zu generieren. In diesem Fall fällt der Preis der NFT-Sneaker aufgrund fehlender Nachfrage, während das Angebot steigt. Ein Nutzer namens PhABC hat auf Twitter vorgerechnet, dass dem Stepn-Ökosystem im Jahresverlauf eine Inflation von über 31.000 Prozent drohen könnte.

Um das Spiel weiterhin attraktiv zu halten, dürfen also weder zu viele noch zu wenige neue User nachkommen. Und auch hier hat sich Stepn eine Lösung überlegt. Seit einiger Zeit steuert Stepn dynamisch den Zufluss neuer User. So können neue Spieler nur über eine Einladung beitreten. So erhofft man sich, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sicherzustellen. Ob das auf Dauer gut geht, wird sich zeigen.

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