Was wurde aus "Scrubs"-Star Zach Braff?

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Als Dr. John "J.D." Dorian war Zach Braff der Jungarzt in der Serie "Scrubs – Die Anfänger". Von 2001 bis 2010 ließ er die Zuschauer in dramatischen, hochnotpeinlichen und amourösen Momenten ungefiltert an seinem Innenleben teilhaben und zeigte, dass es immer der Mix aus Emotionen ist, der das Leben und gute Comedy ausmacht. Doch wie ging es nach dem Ende der Comedy-Arztserie weiter für Zach Braff?

Sarah Chalke, Zach Braff und Donald Faison (v.l.n.r.) in der Erfolgsserie "Scrubs". (Bild: ddp)
Sarah Chalke, Zach Braff und Donald Faison (v.l.n.r.) in der Erfolgsserie "Scrubs". (Bild: ddp)

Im Sacred Heart Hospital waren J.D. alias Zach Braff, Elliott (Sarah Chalke) und Turk (Donald Faison) so etwas wie das Trio Infernal, das sich nicht nur mit beruflichen Unsicherheiten bezüglich ihrer Patienten herumschlagen musste, sondern auch mit strengen Vorgesetzten sowie einem namenlosen, aber durchaus tückischen Hausmeister. 182 Folgen drehten die Hauptdarsteller unter Serienschöpfer Bill Lawrence ab, dann kehrte J.D. seiner jahrelangen Wirkungsstätte 2010 den Rücken. Als Erzähler der Serie ließ er die Zuschauer immer auch an seinen Träumen und Visionen teilhaben, deren Grenzen zur Realität nicht klar umrissen waren.

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Über die Jahre wurde die Serie mehrfach für verschiedene Emmys nominiert und Zach Braff war zwei Mal in Folge als "Bester Hauptdarsteller" für einen Golden Globe im Rennen. Die Serie verhalf ihm zu internationaler Bekanntheit, dabei hat der heute 45-Jährige viele Talente: Bei "Garden State", einem Film, der laut Braff zu 80 Prozent biografisch ist, schrieb er das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle. 2004 lief der Streifen, in dem Braff mit dem Tod seiner Mutter und den Vorwürfen seines Vaters klarkommen muss, beim Sundance Film Festival. Für die Zusammenstellung des Soundtracks bekam Braff einen Grammy.

In "Garden State" und "Wish I Was Here" führte Zach Braff Regie – und übernahm gleichzeitig selbst die Hauptrollen. (Bild: ddp)
In "Garden State" und "Wish I Was Here" führte Zach Braff Regie – und übernahm gleichzeitig selbst die Hauptrollen. (Bild: ddp)

Was Braff macht, macht er mit vollem Einsatz

Das nächste derartige Projekt lief 2014 und damit vier Jahre nach dem Ende von "Scrubs" in den Kinos. Für "Wish I Was Here" schrieb Braff zusammen mit seinem Bruder Adam erneut das Drehbuch, nahm auf dem Regiestuhl Platz und spielte selbst die Hauptrolle des erfolglosen Schauspielers Aidan Bloom. Von einem Tag auf den anderen fehlt das Schulgeld für seine Kinder, die Aidan von nun an selbst unterrichten muss. Das Startkapital für die Komödie sammelte Braff mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne übrigens auch selbst ein.

Zach Braff im Januar 2020. (Bild: Michael Tran/Getty Images)
Zach Braff im Januar 2020. (Bild: Michael Tran/Getty Images)

Nach wie vor gefragt und gut im Geschäft

Für Zach Braff scheint das Glück in der Vielfalt zu liegen. Als Schauspieler stand er nach "Scrubs" u.a. neben James Franco in "Die fantastische Welt von Oz" (2013) vor der Kamera, spielte 2017 erneut mit Franco in dessen Komödie "The Disaster Artist" und hat 2020 den Film "Percy" mit Christopher Walken abgedreht. Regie führte er zuletzt bei einem Kurzfilm namens "In The Time It Takes To Get There" und 2018 bei einigen Folgen der Sitcom "Alex Inc.", in der er auch die Hauptrolle spielte.

Privat ist Zach Braff mit Florence Pugh zusammen. (Bild: Axelle/Bauer-Griffin/FilmMagic)
Privat ist Zach Braff mit Florence Pugh zusammen. (Bild: Axelle/Bauer-Griffin/FilmMagic)

Ein Mann, der Stellung bezieht

Privat ist Zach Braff seit 2018 mit seiner 20 Jahre jüngeren Schauspielkollegin Florence Pugh zusammen, die von der Kritik für ihre Rolle in "Little Women" in den Himmel gelobt und für einen Oscar nominiert wurde. Über seinen Twitter-Account mit zwei Millionen Followern nimmt der Schauspieler regelmäßig Stellung zu aktuellen politischen Themen wie der "Black Lives Matter"-Bewegung und das Gebaren von Donald Trump oder den Sturm auf das Kapitol durch Extremisten.

"Scrubs" könnte nochmal auferstehen

Für Fans von "Scrubs" gibt es noch immer Hoffnung auf eine Fortsetzung, denn für Zach Braff ist das Thema noch lange nicht abgeschlossen. Braff ist privat eng mit seinem Co-Star Donald Faison befreundet, mit dem er seit 2020 auch den Podcast "Fake Doctors, Real Friends" macht. Darin schwelgen die beiden mit prominenten Gästen nicht nur in Erinnerungen und sprechen über alte Folgen der Comedy-Arztserie, sondern deuteten auch schon an, dass ein Film-Projekt durchaus im Rahmen des Möglichen liegt.

Alle neun Staffeln von "Scrubs – Die Anfänger" stehen bei Sky zum Abruf bereit.

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