Washington D.C. benennt Straße in "Jamal Kashoggi-Weg" um - gegenüber der saudischen Botschaft

In Washington D.C. ist eine Straße gegenüber der saudischen Botschaft in "Jamal Khashoggi-Weg" umbenannt worden. Khashoggi war ein bekannter saudischer Journalist, der gelegentlich auch für die Washington Post arbeitete.

Der unliebsame Regimekritiker wurde 2018 in der saudischen Botschaft von Istanbul getötet. Die Spuren führen zum saudischen Königshaus, das jede Verwicklung leugnet.

Die Umbenennung der Straße in Washington erfolgt einen Monat vor der geplanten Reise des US-Präsidenten Biden nach Riad. Der Besuch sorgt wegen der schweren Menschenrechtsverstöße in Saudi-Arabien für heftige Kritik. Nach Einschätzung der US-Geheimdienste hatte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Operation zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis im saudischen Konsulat in Istanbul genehmigt. Nach Bidens Amtsantritt verhängte die US-Regierung im Februar 2020 Sanktionen gegen Saudi-Arabien, von denen Bin Salman aber verschont blieb. Biden hatte außerdem im November 2019 im Präsidentschaftswahlkampf angekündigt, Riad werde für die Tötung des regierungskritischenKhashoggi "einen Preis bezahlen" und zum "Ausgestoßenen" werden.

Nun ist die US-Regierung mit der Frage konfrontiert, ob sie wirtschaftliche Themen über Menschenrechte stellt und ob die Tötung Khashoggis für Mohammed bin Salman folgenlos bleibt.

Das Land ist traditionell ein enger Verbündeter der USA und einer der wichtigsten Ölexporteure weltweit.

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