Klopp zurück zum BVB? So reagiert der Reds-Coach

SPORT1

Hans-Joachim Watzke hat im Sommer 2018 eine Rückholaktion von Jürgen Klopp gestartet, sich dabei jedoch eine Absage abgeholt.

"Irgendwann (...) klingelte mein Telefon, als ich im Flieger saß. Aki war dran: 'Jürgen, du musst zurückkommen.' Ich habe gelacht. Ich dachte, er macht einen Scherz. 'Bist du doof, hast du getrunken? Wie kommst du denn auf die Idee? Ich habe doch noch ein paar Jahre Vertrag in Liverpool'", erzählte der heutige Liverpool-Coach in Watzkes neuem Buch "Echte Liebe. Ein Leben mit dem BVB", aus dem die Bild einige Auszüge vorab abdruckte.


Klopp wusste nicht, "wie ernst das in dem Moment von ihm gemeint war, aber da habe ich schon gemerkt, dass er sich von mir eine größere Bereitschaft gewünscht hätte, darauf einzugehen."

"Das hätte ich mir nicht verziehen"

Zu diesem Zeitpunkt hatte der BVB eine durchwachsene Saison hinter sich gebracht, mit Peter Bosz und Peter Stöger mussten zwei Trainer Borussia Dortmund vorzeitig verlassen. Bevor Watzke im Sommer den aktuellen Coach Lucien Favre verpflichtete, versuchte er sein Glück bei Klopp. Dieser hatte mit dem FC Liverpool jedoch gerade das Champions-League-Finale erreicht (Niederlage gegen Real Madrid), ein Abschied von den Reds kam auch wegen seines Vertrags bis 2022 nicht infrage.

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"Ich wusste, dass Jürgen absagen würde, dass er seinen Vertrag in Liverpool erfüllen wird. Jürgen hat seine Verträge immer erfüllt. So ist er. Aber wenn man neue Wege gehen will, und wir mussten an diesem Punkt einen neuen Weg beim BVB einschlagen, dann musste ich Jürgen wenigstens fragen, ob er sich das womöglich doch vorstellen kann", schildert BVB-Geschäftsführer Watzke. "Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber ich hätte mir nicht verziehen, ihn in diesem Moment nicht wenigstens gefragt zu haben."


Klopp kann sich Rückkehr vorstellen

Trotz des riesigen Erfolgs in Liverpool kann sich Klopp übrigens eine Rückkehr nach Dortmund zu gegebener Zeit vorstellen.

"Als Retter in der Not, wenn der Verein wirklich meine Hilfe braucht - warum sollte ich das nicht machen? Es ist total schön, dass ich dazu überhaupt die Möglichkeit habe", meint der 52-Jährige, schränkt aber ein: "Aber ich halte es nicht für wahnsinnig wahrscheinlich, dass es so kommt. Aber eine so große Sache wie in Dortmund einfach nur aufwärmen, das möchte ich nicht. Es muss immer etwas Neues kommen."


Seine Zeit bei der Borussia zwischen 2008 und 2015 bezeichnet Klopp als "traumhaften Lebensabschnitt, und ich weiß nicht, ob man den toppen kann. Und wenn man es könnte, dann würde das wiederum den Wert der sieben Jahre schmälern."

Mit dem BVB gewann Klopp insgesamt zwei Meistertitel und einmal den DFB-Pokal.