Web-TV statt Antenne? Das sind Ihre Alternativen zu DVB-T2 HD

Unterwegs und zu Hause Fernsehen ist mit Services wie Magine TV kein Problem

Alle, die bisher über Antenne ferngesehen haben, könnten ab dem heutigen 29. März ein Problem haben. Mittwoch ist der Stichtag für die Umstellung auf den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 HD. Wer nicht das richtige Equipment besitzt, der kann kein Fernsehen mehr empfangen.

Nutzer benötigen im Regelfall einen neuen Receiver, in manchen Fällen sind aber auch neue Antennen nötig. Und wer neben den Öffentlich-Rechtlichen sowie einigen Regionalsendern auch Privatsender wie RTL oder ProSieben empfangen möchte, der muss sich zusätzlich noch bei "freenet TV" anmelden. Zum einen kostet der Service nach einer dreimonatigen, kostenlosen Testphase 5,75 Euro im Monat, zum anderen muss der neue Receiver eine eingebaute Entschlüsselung oder Platz für ein Entschlüsselungsmodul (CI+ Modul) besitzen, da die Privatsender verschlüsselt übertragen werden. Alles in allem können beim Umstieg Kosten in Höhe von 200 Euro und mehr entstehen - je nachdem was benötigt wird und ob ein teurerer oder billigerer Receiver zum Einsatz kommt. Als deutlich billigere Alternative kann sich Fernsehen über das Internet erweisen.

Drei große Anbieter

In Deutschland gibt es derzeit drei verbreitete Anbieter, die es ermöglichen Fernsehen zu streamen - egal ob nun aufs Smartphone oder den Fernseher. Die Rede ist von Magine TV, Zattoo und Waipu.tv, die jeweils über ihre eigenen Apps für iOS und Android verfügen. Die einfachste Variante, das Angebot dieser Anbieter auf das heimische TV-Gerät zu bringen, ist ein Streaming-Stick wie beispielsweise der Chromecast von Google oder Amazons Fire TV Stick. Diese kostengünstigen Geräte - Anschaffungskosten meist um die 40 Euro - werden einfach per W-LAN mit dem Internet und per herkömmlichem HDMI-Anschluss mit dem Fernseher verbunden.

Magine TV hat erkannt, dass mit der Umstellung auf DVB-T2 HD zahlreiche Neukunden ins Haus stehen könnten und bietet darum auch eine "DVB-T Wechselprämie", wie es auf der Homepage heißt. Mit dem sogenannten "3-für-1-Angebot" zahlen Neukunden für die ersten drei Monate nur knapp 7 Euro, um 39 TV-Sender empfangen zu können - darunter auch die Privaten. Ein entsprechendes Jahrespaket gibt es für knapp 60 Euro.

Bei Zattoo bekommen Nutzer in einem kostenlosen Streaming-Angebot größtenteils öffentlich-rechtliche Sender geboten, können mit einem Premium-Paket den Umfang aber beispielsweise um die Sender der RTL- und ProSiebenSat.1-Gruppen erweitern. Das lässt sich mit einem kostenlosen Einmonats-Abo testen, danach gibt es unterschiedliche Abrechnungsmodelle: den Monat gibt's für knapp 10 Euro, ein Jahr für rund 100 Euro.

Waipu.tv ist den beiden Konkurrenzangeboten ähnlich, bietet allerdings auch Alleinstellungsmerkmale. Nach einem kostenlosen Probemonat können Kunden ab knapp fünf Euro pro Monat nicht nur 59 Sender - darunter auch die Privaten - empfangen, sondern Sendungen, Filme und Shows aufzeichnen und quasi wie mit einem Videorekorder später ansehen - mit Ausnahme der Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe, bei denen das Ganze leider nicht funktioniert.

Foto(s): Magine TV

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