Wegen Covid-19? Warum so viele Kinder jetzt schlimm erkältet sind

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Das Robert Koch-Institut sowie Kinderärztinnen und -ärzte verzeichnen einen starken Anstieg an Erkältungskrankheiten - besonders bei kleineren Kindern unter sechs Jahren. Weil viele Kitas im vergangenen Winter und Frühjahr monatelang geschlossen waren, hatten die Kleinen keinen Kontakt mit bestimmten Krankheitserregern und ihnen fehlt dann der Immuschutz. Die Infekte würden jetzt nachgeholt, erklärte Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Besonders für vorerkrankte Kinder und Frühchen können die Atemwegserkrankungen gefährlich werden.

Zur Zeit sind laut RKI etwa doppelt soviele Kinder zwischen einem und vier Jahren wegen solcher Infekte in Krankenhäuserrn als zur gleichen Zeit vor der Coronavirus-Pandemie. Wegen des Mangels an Pflegepersonal sind einige Krankenhäuser schon jetzt überlastet.

Kinder sollten wieder ein möglichst normales Leben führen - trotz Corona

Expertinnen und Experten warnen zwar vor einer heftigen Grippewelle in den kommenden Wochen und Monaten, aber auch davor, Kinder nicht in Schulen und Kitas zu schicken. Es solle zwar keine Corona-Infektion übersehen werden, aber der Alltag der Kleinen solle wieder so normal wie möglich sein, meint Kinderarzt Thomas Buck,

Älteren Menschen wird in Zeiten der Corona-Pandemie zur Grippeimpfung geraten. Wer älter als 60 oder 70 Jahre ist und vor mehr als sechs Monaten gegen das Covid-19 geimpft wurde, kann sich auch bei seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt nach eine Auffrischungsimpfung erkundigen. Der Infektiologe der Berliner Charité Leif Erik Sander hält Booster-Impfungen für Ältere sowie für Menschen aus anderen Risikogruppen medizinisch für sinnvoll, weil laut seiner Studie die Immunantwort von älteren Menschen auf die Impfung deutlich stärker nachlasse als bei jüngeren.

Eine Impfung für Kinder unter 12 Jahren gibt es derzeit noch nicht. Doch das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken ist für Kinder sehr viel niedriger als für ältere Menschen.

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