Wegen Covid-Doku "Station 43": Andrea Sawatzki setzt sich für Pflegekräfte ein

teleschau
·Lesedauer: 2 Min.
Andrea Sawatzkis Mutter verdiente als Krankenschwester schon nicht viel, und ihrer Meinung nach hat sich wenig geändert. Auf Instagram plädiert sie für eine faire Bezahlung von Pflegekräften. (Bild: 2020 Isa Foltin / Isa Foltin)
Andrea Sawatzkis Mutter verdiente als Krankenschwester schon nicht viel, und ihrer Meinung nach hat sich wenig geändert. Auf Instagram plädiert sie für eine faire Bezahlung von Pflegekräften. (Bild: 2020 Isa Foltin / Isa Foltin)

Diese Dokumentation hinterlässt Eindruck. "Station 43" in der ARD-Mediathek begleitet den Kampf von Ärzten und Pflegepersonal auf der Covid-19-Intensivstation. Auch Schauspielerin Andrea Sawatzki hat reingeschaut - und macht sich nun für faire Bezahlung von Schwestern und Pflegern stark.

Immer noch sorgt die satirische gemeinte Video-Kampagne deutscher Schauspieler zur Corona-Pandemie unter dem Hashtag #allesdichtmachen für harsche Kritik - teils auch von Kollegen. Schauspielerin Andrea Sawatzki machte sich nun für Pflegekräfte stark und lenkte auf Instagram den Blick auf die Zustände auf den Intensivstationen. Sie postete einen alten Sendehinweis zur ersten Folge "Station 43", einer Dokureihe, die den Kampf von Ärzten, Schwestern und Pflegern auf der Covid-19-Intensivstation der Charité begleitete. "Heute habe ich die erste Folge dieser Dokumentation gesehen. Danach brauche ich erst mal eine Pause....", schreibt die 58-Jährige dazu.

"Es ist schwer zu verkraften, aber eventuell wichtig zu wissen, wie es in den Kliniken tatsächlich gerade zugeht", ringt Sawatzki um Worte. Offenbar hat "Station 43" - aktuell in der ARD-Mediathek abrufbar - tiefen Eindruck bei der Schauspielerin hinterlassen. "Die Bilder gehen einem nach." Es folgt ein Plädoyer für eine faire Bezahlung von Pflegepersonal: "Ich verstehe nach wie vor nicht, warum die Bezahlung der Pflegekräfte so unterirdisch schlecht ist." Ihre eigene Mutter sei bereits als Krankenschwester tätig gewesen und hätte kaum etwas verdient. "Und die Bezahlung hat sich bisher kaum gebessert."

Die vierteilige Dokureihe "Charité intensiv: Station 43" hinterließ bei Andrea Sawatzki mächtig Eindruck. Die Filme zeigen den Kampf gegen Covid-19 in der Berliner Charité. (Bild: rbb / DOCDAYS / Carl Gierstorfer)
Die vierteilige Dokureihe "Charité intensiv: Station 43" hinterließ bei Andrea Sawatzki mächtig Eindruck. Die Filme zeigen den Kampf gegen Covid-19 in der Berliner Charité. (Bild: rbb / DOCDAYS / Carl Gierstorfer)

Auch Jan Böhmermann empfahl "Station 43"

Mit Blick auf die Corona-Krise fordert Andrea Sawatzki ein Umdenken: "Gerade in Zeiten wie diesen, wo Menschen ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, um anderen zu helfen, muss doch mal endlich was passieren?" Die Hörbuchsprecherin und Autorin versah ihren Post unter anderem mit den Hashtags #respekt, #stysafe, #fairesgehalt und #danke.

Bezug auf #allesdichtmachen nahm Sawatzki nicht - im Gegensatz zu Jan Böhmermann, der im Anschluss an die Kampagne ebenfalls "Station 43" empfahl. "Das ist das einzige Video, das man sich ansehen sollte, wenn man Probleme mit Corona-Eindämmungsmaßnahmen hat", reagierte der Satiriker auf die teils als zynisch gebrandmarkten Videos der beteiligten Schauspieler. Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach machte über seine Social-Media-Kanäle bereits auf die vierteilige Dokureihe aufmerksam. Nach Ansicht des Gesundheitsexperten zeige die Serie "realistisch, was derzeit auf Covid-Intensivstationen los ist".

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