Wegen Explosionen: Dänemark will Grenzkontrollen verstärken

Die dänische Regierung zieht Konsequenzen aus den beiden Explosionen, die Kopenhagen vergangene Woche erschütterten, und will die Kontrollen an der Grenze zu Schweden verstärken. Zuvor war im Rahmen der Ermittlungen ein Schwede festgenommen worden. Nach einem Landsmann wird gefahndet.

Die dänische Regierungschefin, Staatsministerin Mette Frederiksen, sagte: „Es geht nicht um die vielen Pendler, es geht nicht um die Menschen, die über Grenzen hin- und herfahren, es geht auch nicht um die Waren, die ein- und ausgeführt werden. Es geht um die Kriminellen. Wir beginnen jetzt damit, die Möglichkeit zu prüfen, die Grenze besser und intelligenter zu schützen.“ Es könne nicht sein, dass man einfach von Schweden nach Dänemark reisen könne, um dann in Kopenhagen Dynamit zu platzieren. Sie wolle nicht, dass es in ihrem Land zu Explosionen komme, betonte Frederiksen.

Am Dienstag vergangener Woche detonierte vor einem Finanzamt in der Hauptstadt Kopenhagen ein Sprengsatz, eine Person wurde dabei verletzt. In der Nacht zum Sonntag kam es zu einer weiteren Explosion: Diesmal vor einer Polizeiwache. Verletzt wurde niemand.

Der Großraum Kopenhagen und Südschweden werden durch die Öresundbrücke verbunden, über den Autos rollen und ein Zug verkehrt.