Wegen Halloumi-Käse: Zyprische Bauern schütten ihre Milch auf die Straße

In Zyperns Hauptstadt Nikosia haben Landwirte ihrem Ärger freien Lauf gelassen. Vor dem Präsidentenpalast verschütteten sie Milch und setzten Heuballen in Brand. Sie fordern von der Regierung die sofortige Umsetzung von Vorschriften für Erzeugnisse mit geschützter Ursprungsbezeichnung für die Herstellung des traditionell zyprischen Halloumi-Käses und Kontrollen bei der Produktion.

Dieser war von der EU bereits vor mehr als einem Jahr als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen worden.

Die Viehzüchter beklagen die Verzögerung bei der Herstellung des typischen Halloumi mit g.U.-Spezifikation und über die fehlenden Kontrollen bei dessen Herstellung, wie zum Beispiel die illegale Verwendung von Milchpulver.

Wegen Halloumi-Käse: Zyprische Bauern schütten ihre Milch auf die Straße. (Bild: REUTERS/Yiannis Kourtoglou)
Wegen Halloumi-Käse: Zyprische Bauern schütten ihre Milch auf die Straße. (Bild: REUTERS/Yiannis Kourtoglou)

"In einer sehr schwierigen Situation"

Zuvor hatte Landwirtschaftsminister Kostas Kadis eingeräumt, dass sich die Viehzüchter "in einer sehr schwierigen Situation" befänden. Der Preis für einen Liter Milch, den sie von den Käsereien erhielten, deckten nicht länger die Produktionskosten.

Die Demonstrant:innen befürchten, dass die ersten Betriebe wegen steigender Energie-, Futter- und Düngemittelpreise bald schließen müssen.

Zyperns Regierung hat für die Schaf- und Ziegenzüchter Unterstützung in Höhe von 8 Millionen Euro angekündigt. Zudem soll Landwirtschaftsminister Kadis kommende Woche beim Treffen mit EU-Kollegen in Brüssel um zusätzliche EU-Hilfen für die Viehzüchter bitten.

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