Wegen Klimawandel: Indonesien plant neue Hauptstadt im Regenwald

Der Weltrisikobericht sieht vor allem für Asien ein hohes Katastrophenrisiko. Ein Grund seien die Folgen des Klimawandels. Besonders groß sind demnach die Risiken für die Philippinen und Indien.

Indonesien rangiert auf Platz 3. Schwere Regenfälle führen immer wieder zu Überschwemmungen. Das Parlament hat sogar einen Plan abgesegnet, eine neue Hauptstadt im Regenwald auf der Insel Borneo zu bauen. Sie soll "null Emissionen" ausstoßen.

Präsident Joko Widodo hatte entsprechende Pläne bereits 2019 angekündigt. Gründe für den Umzug der Hauptstadt sind der steigende Meeresspiegel, Umweltschäden und eine überlastete Infrastruktur. Im Großraum Jakarta leben mehr als 30 Millionen Menschen. Experten schätzen, dass bereits 2050 ein Drittel der Stadt überflutet sein könnte.

Die künftige Hauptstadt Nusantara soll sich auf Borneo auf einer Fläche von gut 56.000 Hektar in der Provinz Ostkalimantan erstrecken. Für eine mögliche Expansion der neuen Hauptstadt sind weitere 200.000 Hektar Land eingeplant.