Wegen Nato-Expansion und "wachsender Gefahren" - Russland will neue Militärbasen im Westen schaffen

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat die Schaffung neuer Militärbasen in Westrussland angekündigt. Standort und Größe ließ er offen.

Das Land reagiere damit auf die Expansion der Nato nach Norden und Osten sowie die - so wörtlich - wachsenden militärischen Gefahren an der russischen Grenze wie die Nato-Übung "Defender Europe", wie Schoigu weiter sagte. "Unsere engsten Nachbarn Finnland und Schweden haben ihren Nato-Beitritt beantragt. Daher wachsen die Spannungen in der Verantwortlichkeitszone des westlichen Militärsektors. Wir ergreifen geeignete Gegenmaßnahmen. Während wir die Kampfbereitschaft unserer Truppen verbessern, werden gegen Ende des Jahres zwölf militärische Einheiten und Divisionen im Westen Russlands enstehen."

Nachdem Helsinki den Beitritt zur Nato beantragt hatte, kappte Russland zudem die Gaslieferungen nach Finnland. Hintergrund ist auch, dass sich das Land weigert, die russischen Rechnungen in Rubel zu zahlen. Das Gas aus Russland machte zuletzt etwa 6 Prozent am finnischen Gesamtverbrauch aus. Engpässe schloss Finnland aus.

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