Wegen Terrorgefahr: Aldi nimmt in Belgien eines der beliebtesten Produkte aus dem Sortiment

Felix Rentzsch
GettyImages 187239403 Aldi


Aldi-Kunden müssen in Belgien bald auf ein beliebtes Produkt verzichten: Zum 6. Juni nimmt der Discounter seine Prepaid-Karten komplett aus dem Sortiment. Grund dafür sind neue Anti-Terror-Gesetze, die weitreichende Änderungen im Betriebsablauf zur Folge hätten, vor denen der Lebensmittelhändler zurückschreckt. Das erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Laut der neuen Vorschriften müssen Nutzer von Guthabenkarten namentlich erfasst werden und eindeutig indentifizierbar sein. Dadurch soll eine anonyme Nutzung durch Kriminelle oder Terroristen verhindert werden. „Bedauerlicherweise können wir diese verpflichtende Registrierung in unseren Aldi-Filialen nicht anbieten“, heißt es seitens Aldi. Die Attentäter von Paris und Brüssel kommunizierten jeweils mit Prepaid-Handy. „Anonym, ohne Ausweis, ohne Registrierung“, schreibt „tagesschau.de“. Damit müsse Schluss sein, entschied die belgische Regierung.

Der Discounter betont, dass Prepaid-Karten noch bis zum 14. April gekauft werden können. Das Guthaben muss allerdings bis zum 6. Juni aufgebraucht sein. Aldi empfiehlt seinen Kunden einen Wechsel zum Mobilfunkanbieter Base. Aldi-Talk-Kunden sollen dort einen Willkommensbonus von 15 Euro erhalten. 

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