Wehrbeauftragter fordert mehr Aufsichtspersonal in Bundeswehr-Kasernen

Angesichts mehrerer Bundeswehrskandale fordert der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), zusätzliches Aufsichtspersonal in den Kasernen

Angesichts mehrerer Bundeswehrskandale fordert der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), zusätzliches Aufsichtspersonal in den Kasernen. "Wir brauchen in den Kasernen der Kampftruppe wieder mehr Vorgesetzte, die nach Dienst und über Nacht Ansprechpartner für die jungen Soldaten sein können", sagte Bartels der "Bild am Sonntag". Ein einziger Offizier vom Wachdienst sei "zu wenig". In den vergangenen Monaten waren mehrere Fälle von sexueller Belästigung, Gewaltritualen und Mobbing bekannt geworden.

Auch ältere Soldaten sollen nach dem Willen Bartels für Ordnung sorgen: "Die Bundeswehr muss Soldaten über 25 Jahren wieder erlauben, dass sie Unterkunft in den Kasernen finden. So wären Dienstältere und mehr Vorgesetzte ansprechbar, um eventuelle Probleme oder Missstände schnell zu erkennen."

Das Bundesverteidigungsministerium stellt am Mittwoch im Bundestag einen Bericht zur inneren Lage vor. Ein Sprecher kündigte in der "Bild am Sonntag" einen von Ministerium und Bundeswehr entwickelten Maßnahmenkatalog an, "wie künftig das Risiko von Mobbing und sexueller Belästigung vermindert werden kann". Ein Beispiel sei "eine deutlich verbesserte Dienstaufsicht in den Unterkunftsbereichen der jungen Soldaten", ergänzte der Sprecher.

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