Weißes Haus erhebt in Lauschangriff-Affäre Vorwürfe gegen britischen Dienst GCHQ

Im Bemühen um Beweise für den angeblichen Lauschangriff des früheren US-Präsidenten Barack Obama auf seinen Nachfolger Donald Trump hat das Weiße Haus Vorwürfe gegen den britischen Geheimdienst GCHQ erhoben. Dieser wies die Vorwürfe zurück

Im Bemühen um Beweise für den angeblichen Lauschangriff des früheren US-Präsidenten Barack Obama auf seinen Nachfolger Donald Trump hat das Weiße Haus Vorwürfe gegen den britischen Geheimdienst GCHQ erhoben. Trumps Pressesprecher Sean Spicer zitierte am Donnerstag umfassend einen entsprechenden Bericht des Senders Fox News. Darin wird Obama vorgeworfen, er habe zur Überwachung von Trump GCHQ genutzt, um "keine amerikanischen Fingerabdrücke zu hinterlassen".

Trump hatte Anfang März behauptet, Obama habe die Telefone im Trump Tower anzapfen lassen. Belege für diese Behauptungen lieferte er nicht. Obama ließ die Vorwürfe zurückweisen. Führende Vertreter der Geheimdienstausschüsse des Kongresses sagten ebenfalls, sie hätten bislang keinerlei Belege gesehen. Trump hatte den Kongress aufgefordert, seinem Spähangriff-Vorwurf nachzugehen.

In dem von Spicer bemühten Bericht von Fox News erklärte der Justizexperte und Kommentator Andrew Napolitano, der Sender sei von "drei Geheimdienstquellen" darüber informiert worden, dass Obama die "Kommandokette" verlassen habe, um das Abhören anzuordnen. Er habe weder die eigenen Geheimdienste NSA und CIA, noch die Bundespolizei FBI oder das Justizministerium genutzt. Stattdessen habe er sich an GCHQ gewandt.

Die Vorwürfe sorgten bei dem britischen Geheimdienst für Unmut. Die jüngsten Anschuldigungen von Napolitano seien "Unsinn" und "vollkommen lächerlich", sagte ein GCHQ-Sprecher. Sie sollten schlicht "ignoriert" werden.

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