Weidel und Chrupalla sind Spitzenkandidaten-Duo der AfD

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Die AfD wird mit Tino Chrupalla und Alice Weidel an der Spitze in die Bundestagswahl im September ziehen.

Das frisch gekürte Spitzenduo hat die Partei zu Geschlossenheit nach dieser Personalentscheidung aufgerufen. "Das Ergebnis ist auch ein klares Votum für ein Ende der innerparteilichen Richtungsdebatte", sagte der Parteivorsitzende Chrupalla am Dienstag in Berlin. Fraktionschefin Weidel mahnte: "Jetzt heißt es, nach dieser innerparteilichen Wahl gemeinsam und einig in die Wahl zu ziehen."

Chrupalla und Weidel hatten bei einer Online-Mitgliederumfrage 71 Prozent der Stimmen erhalten. Auf das zweite Bewerberteam - bestehend aus dem niedersächsischen AfD-Politiker Joachim Wundrak und der digitalpolitischen Sprecherin im Bundestag, Joana Cotar - entfielen nach Parteiangaben 27 Prozent der abgegebenen Stimmen. An der Befragung vom 17. bis 24. Mai beteiligten sich den Angaben zufolge gut 48 Prozent (14.815) der Mitglieder.

"Ergebnis spricht für sich"

Dies sei "extrem hoch" und repräsentativ, betonte Weidel. "Dieses Votum ist lager- und strömungsübergreifend, ansonsten hätte man das gar nicht erreichen können. Also dieses Ergebnis spricht für sich."

Alice Weidel und Tino Chrupalla auf dem AfD-Parteitag im April (Bild: REUTERS/Matthias Rietschel)
Alice Weidel und Tino Chrupalla auf dem AfD-Parteitag im April (Bild: REUTERS/Matthias Rietschel)

Der zweite Parteivorsitzende Jörg Meuthen gratulierte den Gewinnern zur Wahl und wünschte ihnen viel Erfolg bei der Aufgabe, "die AfD in den kommenden Monaten als führende Repräsentanten unseres Bundestagswahlkampfes zu vertreten". 

Der Vize-Parteivorsitzende Stephan Brandner versicherte Chrupalla und Weidel auf Twitter, dass die Partei geschlossen hinter ihnen stehe. "Und jetzt gehen wir geeint, gestärkt und geschlossen in den Wahlkampf", schrieb Beatrix von Storch, die ebenfalls stellvertretende Parteivorsitzende ist.

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