Weinstein Company in Verkaufsverhandlungen mit Investmentfonds Colony Capital

Gegen Weinstein wird ermittelt

Vor dem Hintergrund des Skandals um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein befindet sich dessen Unternehmen Weinstein Company in Verkaufsverhandlungen mit dem Investmentfonds Colony Capital. Wie die Weinstein Company am Montag mitteilte, soll die Zusammenarbeit zunächst für eine unmittelbare Finanzspritze sorgen und dann womöglich in einen vollständigen oder teilweisen Verkauf münden. Schon Ende vergangener Woche hatte das "Wall Street Journal" berichtet, der Weinstein Company drohe der Verkauf oder die Schließung.

Harvey Weinstein hat offenbar seit Jahrzehnten Frauen sexuell belästigt. Mindestens fünf Frauen erhoben Vergewaltigungsvorwürfe, insgesamt haben sich mehr als zwei Dutzend Frauen mit Belästigungsvorwürfen gegen Weinstein zu Wort gemeldet, unter ihnen Topstars wie Angelina Jolie, Gwyneth Paltrow und Rosanna Arquette.

"Wir glauben, dass die Investition von Colony bei der Stabilisierung der laufenden Geschäfte der Company behilflich sein wird", erklärte die Weinstein Company. Zudem solle die Zusammenarbeit die "schwierige" Lage in der Produktion, der Vermarktung und im weltweiten Umgang mit Partnern erleichtern. Colony Capital ist eine Gründung des US-Milliardärs Tom Barrack, eines Vertrauten von US-Präsident Donald Trump.

Harvey Weinstein und sein Bruder Bob Weinstein hatten zusammen zunächst die Produktionsfirma Miramax gegründet, die für Erfolge wie "Sex, Lügen und Videos", "Shakespeare in Love" und "Pulp Fiction" verantwortlich zeichnet. 2005 gründeten sie gemeinsam die Weinstein Company, die Filme wie "The King's Speech" und "The Artist" produzierte. Die Weinstein Company hatte Harvey Weinstein nach dem Bekanntwerden der Belästigungsvorwürfe vor einer Woche entlassen.

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