Weinstein-Skandal: Rose McGowan greift Meryl Streep an

Schauspielerin McGowan beschuldigt Harvey Weinstein, sie 1996 vergewaltigt zu haben. (Bild: AP Photo)

Rose McGowan bezeichnet die Versuche von Streep und anderen Schauspielkolleginnen, sich mit den Opfern von Harvey Weinstein zu solidarisieren als Heuchelei.

Es war als Zeichen des Protests und der Solidarisierung geplant: Bei den Golden Globes 2018, die am 7. Januar in Beverly Hills stattfinden werden, tragen die Frauen Schwarz. Es wird erwartet, dass alle weiblichen Nominierten und Laudatorinnen, darunter Stars wie Emma Stone, Nicole Kidman und Susan Sarandon, bei der Preisverleihung auf farbenfrohe Garderoben verzichten, um still gegen sexuelle Übergriffe im Showbusiness zu protestieren.

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Schauspielerin Rose McGowan, die eine der ersten Prominenten war, die Belästigungsvorwürfe gegen Hollywoodproduzent Harvey Weinstein erhob und sich als Aktivistin gegen Missbrauch stark machte, verurteilt die Aktion jedoch und greift dabei vor allem Kollegin Meryl Streep an.

Produzent Harvey Weinstein und Schauspielerin Meryl Streep arbeiteten in der Vergangenheit mehrmals zusammen. (Bild: Getty Images)

„Schauspielerinnen wie Meryl Streep, die gerne für das Monster gearbeitet haben, tragen in einem schweigenden Protest Schwarz bei den Golden Globes“, schrieb die 44-Jährige laut Medienberichten in einem mittlerweile gelöschten Tweet. „Euer Schweigen ist das Problem. Ihr nehmt atemlos einen Fake-Preis an und bewirkt keine wahre Veränderung. Ich verachte eure Heuchelei“, hieß es darin weiter.

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„Vielleicht solltet ihr alle Marchesa tragen“, ergänzte McGowan. Marchesa ist das Modelabel von Harvey Weinsteins Noch-Ehefrau Georgina Chapman, die sich nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe von ihm getrennt hatte.

Meryl Streep hatte unter anderem für „Die Eiserne Lady“ (2012) und „Im August in Osage County“ (2013) mit Weinstein zusammengearbeitet. Im Oktober distanzierte sie sich in einem Statement von dem Produzenten. Sie habe selbst nichts von seinem „unentschuldbaren“ und „beschämenden“ Verhalten gewusst, erklärte sie und bezeichnete die Frauen, die ihre Stimmen erheben, als „Heldinnen“.

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