Welche Länder unterstützen Russlands Krieg in der Ukraine?

Welche Länder unterstützen Russlands Krieg in der Ukraine?

Schon bevor Russland in die Ukraine einmarschierte, war klar, auf welcher Seite der Verbündete Belarus stand. Zwar gab es immer wieder Gerüchte, dass Alexander Lukaschenko in den Krieg eingreifen könnte - offiziell ist dies aber (bisher) nicht der Fall.

In der Nacht auf Montag bekräftigte der belarussische Machthaber seine Verbundenheit mit Putin. Er habe dessen Vorgehen im Krieg "vom ersten Tag an" unterstützt. Die beiden Länder seien so verbunden, dass sie "praktisch eine Armee haben", so Lukaschenko.

Sowohl die EU als auch die USA haben eine klare Position in Russlands Ukraine-Krieg: Sie verurteilen ihn klar und deutlich - wirtschaftliche Sanktionen sollen die Kosten für den Krieg auf russischer Seite hochtreiben.

Als er nach dem G7-Gipfel die Einigkeit der Länder unterstrich, sagte der deutsche Kanzler Olaf Scholz, man werde auch gegen das Narrativ angehen, dass "nur der sogenannte globale Westen diesen Angriff verurteilt und die Welt ansonsten zuschaut, was Russland da eigentlich macht."

Tatsächlich steht Russland nicht ganz isoliert da: Auch wenn die große Mehrheit der Länder weltweit den Krieg verurteilt, gibt es einige Nationen, die Moskau offen unterstützen, andere wollen neutral bleiben. Welche Länder sind das?

Belarus, Syrien, Venezuela - klare Unterstützer

Die wohl bekanntesten Unterstützer von Russlands Krieg sind neben Belarus auch Syrien und Venezuela. In Moskau empfing der russische Außenminister Sergej Lawrow an diesem Montag seinen venezolanischen Amtskollegen.

Das südamerikanische Land hatte Anfang März Russland seine "starke Unterstützung" ausgesprochen. In einem Telefongespräch mit Präsident Nicolas Maduro nannte Putin damals den Schutz von Zivilisten im Donbas sowie die Anerkennung der Krim als russisch Prioritäten.

Aus Syrien gab es immer mal wieder Meldungen, dass Kämpfer für den Krieg in der Ukraine entsendet würden, Belege über tatsächliche Ausreisen gibt es allerdings nicht. Einen Tag nach der russischen Invasion in die Ukraine sprach der syrische Machthaber Baschar al-Assad gegenüber Putin von "Korrektur der Geschichte und Wiederherstellung des Gleichgewichts, das in der Welt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren gegangen ist".

Indonesien will vermitteln - und neutral bleiben

Indonesiens Präsident Joko Widodo hat auf den Druck westlicher Länder nicht reagiert, Russland vom G20-Gipfel auf Bali im November auszuschließen. Das Land versucht, im Ukraine-Krieg eine neutrale Position einzunehmen, agiert aber auch als Vermittler. Bei Gesprächen in Moskau überbrachte Widodo "eine Nachricht" vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Selenskyj hat seinerseits eine Einladung zum Gipfel in Bali angenommen, seine Teilnahme sei aber von "der Zusammensetzung der Gipfel-Teilnehmer abhängig".

An der Seite Russlands im Ukraine-Krieg steht zudem Kuba. "Die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten, die schrittweise Erweiterung der NATO in Richtung der Grenzen der Russischen Föderation durchzusetzen, stellt eine Bedrohung für die nationale Sicherheit dieses Landes und den regionalen und internationalen Frieden dar", erklärte das kubanische Außenministerium in einer Erklärung nur wenige Stunden vor dem russischen Einmarsch.

Kuba und Russland unterhalten enge wirtschaftliche Beziehungen - und auch auf diplomatischer Ebene gibt es den Willen, enger zusammenzuarbeiten.

China, Myanmar und Nicaragua

Auch China hat sich in den ersten Tagen der militärischen Operation Russlands seine Unterstützung für Moskau bekräftigt. Zu Beginn des Jahres unterzeichnete Abkommen zwischen Peking und Moskau sichern unter anderem Lieferungen von Gas und Öl zwischen den beiden Ländern - für die nächsten 25 Jahre.

Auch ideologisch ähneln sich die beiden Länder zunehmend. Zwar liefert China Russland kein Militärgerät, dafür haben Exporte - etwa von Getreide - aus Russland nach China zugenommen.

Die Militärjunta in Myanmar sieht Putins Krieg in der Ukraine als gerechtfertigt und den ukrainischen Präsidenten Selenskyj als Marionette des Westens an - ganz dem Narrativ über die entmachtete und mittlerweile inhaftierte Ex-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entsprechend.
Als einer der ersten Staatschefs überhaupt stärkte der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega Putin nach dem Einmarsch den Rücken. Die USA und EU nutzten die Ukraine, um Russland zu provozieren.

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