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Welche Lebensmittel sind schlecht fürs Herz?

Herz-Expert*innen raten von einigen Lebensmitteln ab. Aber Achtung: Wer Speck und Würstchen zum Frühstück liebt, wird mit dieser Liste kaum glücklich.

Was ist gut für das Herz - und was nicht? (Symbolbild: Getty)
Was ist gut für das Herz - und was nicht? (Symbolbild: Getty)

Schlecht fürs Herz: Zu viel ungesättigtes Fett und Cholesterin kann dem Herzen schaden. Die folgenden Lebensmittel enthalten besonders viel davon.

Gelegentlicher Genuss in kleinen Mengen

Für den einen soll jede Mahlzeit frisch zubereitet sein, für die andere muss es vor allem schnell gehen und Dritte wiederum achten penibel auf die für sie ideale Zusammensetzungen an Nährstoffen. Essen muss viele, meist sehr individuelle, Zwecke erfüllen.

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Doch was sicherlich den meisten wichtig ist: Es soll gesund und gut fürs Herz sein. Deshalb hat die Huffington Post Kardiolog*innen befragt, auf welche Lebensmittel sie im Alltag verzichten. Doch auch wenn sie sich selbst daran orientieren, betonen sie auch, dass der gelegentliche Genuss kleiner Mengen der folgenden Lebensmittel für fast alle Menschen in Ordnung geht.

Leber? Nie wieder!

Eleanor Levin von der Standford Universität macht den Anfang. Sie meidet Leber. „Nicht nur handelt es sich um rotes Fleisch, sie enthält auch viel Fett.“ Grundsätzlich esse sie kein rotes Fleisch mit hohen Anteilen an gesättigten Fetten und Transfetten. „Die sind nicht nur schlecht fürs Herz, sondern können auch Osteoporose fördern.“

Die Leber ist zudem ein Sonderfall, weil es sich um ein Organ handelt, das Giftstoffe aus dem Körper filtert. Levin sagt: „Als Kind habe ich gehackte Leber gegessen, seit ich Kardiologin bin aber nie wieder.“

Steaks und Würstchen

Ganz ähnlich sieht auch die Diät von Kardiologe Leonard Lilly aus. Bei ihm lautet die Empfehlung: Gabel weg vom Steak. „Ich vermeide fettes rotes Fleisch, wie marmorierte Steaks. Sie enthalten viele gesättigte Fettsäuren.“ Klinische Studien hätten gezeigt, dass ihr Verzehr mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes verbunden sei.

Und nochmal Fleisch: Auch die Herzexpertin Elizabeth Klodas vermeidet manches Fleisch. Sie isst keine Frühstückswürstchen: „Die enthalten zu viel Natrium, das den Blutdruck erhöht und wiederum gesättigte Fette, die schlecht für den Cholesterinspiegel sind.“

Sind Öle zum Kochen giftig?

Grundsätzlich sollte verarbeitetes Fleisch in Maßen gegessen werden. Die Verbraucherzentrale schreibt dazu: „Mit verarbeitetem Fleisch ist solches gemeint, das zum Beispiel durch Salzen, Fermentieren, Räuchern oder Pökeln haltbar gemacht wird, wie Salami, Schinken oder Würstchen. Bei diesen Fleischprodukten sind sich Wissenschaftler*innen sicher, dass sie Krebs auslösen können.“

Brotaufstrich? Olivenöl!

Für ihre Gesundheit verzichtet Kardiologin Harmony Reynold im Alltag auf Margarine und Butter. „Margarine ist in der Theorie eine gute Idee, aber eine Studie hat gezeigt, dass sie ähnlich schlecht ist wie Butter.“ Stattdessen rät sie zu Olivenöl, das gesünder sei und das Sterberisiko senke. „Ich empfehle meinen Patient*innen, Olivenöl zu verwenden. Sogar zum Kochen von Eiern oder auf Toast.“

In eine ähnliche Richtung argumentiert auch Kardiologie.org. Dort wird die Aussagekraft der Studie, auf die sich Reinold bezieht, aber etwas eingeschränkt. Zwar heißt es auch da: „Wer Butter und Margarine durch Olivenöl ersetzt, kann womöglich auf lange Sicht sein Sterberisiko senken.“ Allerdings könnte der Konsum von Olivenöl auch schlicht Ausdruck „eines generell gesünderen Lebensstils“ sein. Und der wäre dann vor allem für das geringere Sterberisiko verantwortlich.

Infografik: Wer auf Fleisch verzichtet kauft seltener bei Aldi und Co. | Statista
Infografik: Wer auf Fleisch verzichtet kauft seltener bei Aldi und Co. | Statista

Volkskrankheit hoher Blutdruck

Francoise Marvel, sie arbeitet als Kardiologin an der Johns Hopkins Universität, isst keinen Speck, weil dieser das „schlechte Cholesterin“ erhöhe: „Also das so genannte Low-Density-Lipoprotein (LDL). Es wird mit erhöhtem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung gebracht.“

Beim Verarbeiten von Speck würden außerdem Salze, Zucker und Nitrate zugesetzt, die mit Krebs und anderen Gesundheitsproblemen in Verbindung stünden. „Auch erhöhen sie den Blutdruck“, sagt Marvel, „dadurch muss das Herz mehr arbeiten, um Blut durch den Körper zu pumpen.“ Und erhöhter Blutdruck sei ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“

Zu viel Zucker

Und zum Nachtisch? Bloß keinen Donut. Zumindest Jayne Morgan, Kardiologin aus Atlanta, macht einen großen Bogen um die frittierten Kringel. „Sie werden oft in Ölen ausgebacken, die Transfette enthalten. Donuts erhöhen deshalb den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel und tragen zu Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und Schlaganfällen bei.“ Transfette würden auf Zutatenlisten oft als teilweise hydrierte Öle „getarnt“.

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