"Welcome to Hell": G20-Krawalle in Hamburg jetzt als Musical an Neuköllner Oper

Randalierer im Hamburger Schanzenviertel während des G20-Gipfels im Juli 2017

Berlin. Das brennende Schanzenviertel, Randalierer in schwarz, überfordert wirkende Polizisten und dazwischen friedliche Demonstranten und Anwohner: Der G20-Gipfel in Hamburg im Juli vergangenen Jahres löste hitzige Diskussionen über Sinn und Unsinn solcher Treffen in Großstädten aus. Das Musical "Welcome to Hell", das an diesem Donnerstag (15. März) in der Neuköllner Oper in Berlin Premiere feiert, blickt aus verschiedenen Perspektiven auf das Geschehen rund um den Gipfel der Staats- und Regierungschefs.

Regisseur und Autor Peter Lund sieht das Werk in einem größeren gesellschaftlichen Kontext. "Die Grundsache war die Feststellung, dass die Grenzen wieder hochgehen", erklärt der 52-Jährige. Als Beispiele nennt er das "America First"-Motto von US-Präsident Donald Trump und die Abriegelungsbestrebungen der EU. Der Gipfel biete dabei die Kulisse, vor der sich die großen Konflikte der Welt abspielen.

Das Stück ist eine Koproduktion der Neuköllner Oper mit dem Studiengang "Musical" der Berliner Universität der Künste (UdK), an der Lund als Professor tätig ist. Bei ihm und den Studierenden habe zu Beginn des Projekts das Gefühl vorgeherrscht, das die "Welt wieder zerfalle". Die Figuren wurden gemeinsam mit den studierenden Schauspielern aus acht verschiedenen Nationen entwickelt. Der Titel des Musicals erinnert an den gleichnamigen Protest am Vorabend des eigentlichen Gipfels, bei der Polizei und Demonstranten erstmals heftig aneinandergerieten.

Verteilungskonflikte würden auf der Welt nach ...

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