Büchner-Ex Jenny weint bei "Goodbye Deutschland!" über Abschied

Carmen Schnitzer
·Lesedauer: 3 Min.

Sie konnte ihre Tränen nicht zurückhalten: "Goodbye Deutschland"-Auswanderin und Boutique-Besitzerin Jennifer Matthias musste wegen der Corona-Krise nicht nur enorme finanzielle Einbußen verkraften, sondern auch den Abschied von ihrem Herzensmenschen. Die VOX-Doku zeigte die Hintergründe.

Aufstehen, lächeln, weitermachen: Zwischen Kampfgeist und Verzweiflung befand sich "Goodbye Deutschland!"-Auswanderin Jennifer Matthias schon einige Male, etwa nach dem Tod ihres Ex-Freundes Jens Büchner (1969-2018), als sie sich kaum selbst im Spiegel erkannte, weil sie so abgemagert war. Eingefleischte Fans der VOX-Doku würden ihr sicher mal eine Verschnaufpause und ein bisschen Sorgenfreiheit gönnen. Doch die Corona-Krise hat auch die 33-jährige, die vor zehn Jahren mit Jens und dem gemeinsamen Sohn Leon (10) nach Mallorca ausgewandert war, kalt erwischt.

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Lange durfte sie ihre Modeboutique Jenny Delüx nicht öffnen, und als es wieder so weit war, lohnte es sich nicht, weil mit den Touristen die potenziellen Kunden fehlten. Immerhin brachte ihr Onlineshop etwas Umsatz, aber auf Dauer nicht genug: "Vielen geht's schlimmer, aber ich muss auch gucken, und mein Erspartes geht auch langsam zurück, ich brauch' auch Hilfe. Ich werde auch auf Kredite zurückgreifen müssen."

"Dieser Virus, der macht alles kaputt"

Mehr jedoch als die finanziellen Probleme machte ihr etwas anderes zu schaffen: Ihre langjährige Mitarbeiterin Elke Zeidler und deren Mann Thomas würden bald die Insel verlassen, weil sie sich das Leben auf Mallorca nicht mehr leisten konnten. Für Jenny eine Katastrophe, denn Elke ist für sie viel mehr als nur eine Angestellte: beste Freundin, Mama-Ersatz, Zieh-Oma für Leon, engste Vertraute, Fels in der Brandung ... Auch Thomas gehört für sie zur Familie. "Da ist für mich natürlich 'ne Welt zusammengebrochen", erklärte Jennifer, bevor ihr die Tränen kamen und sie ein ersticktes "Tut mir leid" hervorpresste. "Ich kann das verstehen, aber es tut wahnsinnig weh", beschrieb sie ihren Abschiedsschmerz.

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Auch Elke fiel die Trennung alles andere als leicht, schließlich sei Jenny für sie "wie 'ne Tochter", aber: "Es gibt absolut keine Alternative. Wir haben rauf und runter, rechts und links, wir haben gerechnet, wie wir wollten. Dieser Virus, der macht alles kaputt." Mit einem "biep-biep" ersetzte sie die Schimpfworte, die ihr eigentlich auf der Zunge lagen. Jenny betonte, dass sie alles geben würde, um Elke und Thomas bei sich behalten zu können, dass sie zum Beispiel bereit sei, einen Kredit für sie aufzunehmen. Doch ein solches Opfer wollten ihre Freunde nicht annehmen.

"Ich muss mich zusammenreißen, weil: Es tut weh!"

Es half alles nichts: Der Tag der Abreise kam, nach zehn Jahren Mallorca ging es für Jennys Freunde zurück nach Deutschland, wo sie die Möglichkeit hatten, in der Vulkaneifel ein Restaurant mit Pension zu übernehmen, das sie bislang nur aus dem Internet kannten. "Panik, Angst" verspüre sie, so Elke. "Es ist alles ungewiss." Und: "Ich hab ein ganz komisches Magengefühl. Wer weiß, vielleicht bin ich in acht Tagen wieder hier. Ich muss mich zusammenreißen, weil: Es tut weh."

Wenigstens Jennys Abschiedsgeschenk sorgte für ein bisschen Lachen in all dem Trennungsschmerz, den Tränen und der Zukunftssorgen: Sie überreichte Elke den Tacker, den diese in der Boutique immer zum Stressabbau benutzt hatte und auf den Jenny nun noch "Hau drauf!" geschrieben hatte: "Das ist dein Aggressions-Tacker!" Den Humor auch in schwierigen Zeiten zu behalten, hatte Jenny von Elke gelernt. Und diese Fähigkeit wird sie vermutlich auch durch die aktuelle Krise tragen ...

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