Weltrekord: Vogel fliegt über 13.500 Kilometer ohne Unterbrechung

Pfuhlschnepfen gehören zu den Ausdauersportlern unter den Vögeln. Ein Exemplar der Vogelart hat nun einen Weltrekord aufgestellt, er absolvierte den längsten je gemessenen Non-Stop-Flug.

Im Oktober 2022 flog eine Pfuhlschnepfe 13.560 Kilometer ohne Unterbrechung von Alaska nach Australien. Damit hat sich der Vogel einen Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde gesichert. (Symbolbild: Getty Images)
Im Oktober 2022 flog eine Pfuhlschnepfe 13.560 Kilometer ohne Unterbrechung von Alaska nach Australien. Damit hat sich der Vogel einen Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde gesichert. (Symbolbild: Getty Images)

Guinness World Records meldet einen neuen Weltrekord. Allerdings hat den kein menschlicher Überflieger aufgestellt, vielmehr ein Flieger im wörtlichen Sinn. Ein kleiner Vogel, genauer eine Pfuhlschnepfe hat Großes vollbracht.

Ein Exemplar dieser Vogelart ist laut dem Weltrekordkatalog 13.560 Kilometer geflogen, ohne eine einzige Nahrungspause einzulegen. Das sei ein neuer Weltrekord für den "längsten Non-Stop-Flug" eines Vogels.

König der Überflieger

Die Reise der Pfuhlschnepfe begann am 13. Oktober 2022 in Alaska und endete elf Tage später im australischen Bundesstaat Tasmanien. Dass man Route und Flugverhalten des Vogels mit der Kennnummer 234684 auswerten konnte, verdankt sich einem an ihm befestigten 5G-Chip.

Mit ihrer Leistung hat die fünf Monate alte Pfuhlschnepfe den Weltrekord eines anderen Vertreters ihrer Art um 350 Kilometer überboten. Jener Vogel wiederum hatte 2020 den Rekord einer dritten Pfuhlschnepfe gebrochen, sie war 13 Jahre zuvor 11.500 ohne Unterbrechung von A nach B geflogen.

Besondere Eigenschaften der Pfuhlschnepfe

Die Limosa lapponica, so die Fachbezeichnung für die Vogelart, gehört also zu den Überfliegern selbst unter den Langstreckenziehern. Das liegt an einigen besonderen Eigenschaften des rund 40 Zentimeter langen und bis zu 360 Gramm schweren Vogels.

Pfuhlschnepfen können Teile ihres eigenen Körpergewebes abbauen und verwerten. Die wissenschaftliche Bezeichnung dafür lautet Autophagie. Der Vogel verzehrt sich sozusagen selbst. Wie viele andere Zugvögel auch ist er außerdem in der Lage, Herz, Lunge und Brustmuskulatur zu vergrößern, sodass diese Organe mit mehr Energie und Sauerstoff versorgt werden können.

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