Ein bisschen Hollywood: „Onwards“: Pixar macht halbe Sachen

Die 70. Berlinale soll ja düster werden, hat Berlinale-Chef Carlo Chatrian vorab erklärt. Aus diesem Grunde hat er wohl auch „Onward“ ins Programm gehievt, das jüngste Werk der Animationsschmiede Pixar, von der so großartige Erfolge wie „Toy Story“ oder Oben“ stammen.

Etwas Knallbuntes, Komisches und Verrücktes, wohl als Gegengift zu all den erdschweren Themen. Nur hat man von denen noch gar nicht viel gesehen. „Onward“ kommt damit gewissermaßen zu früh. Und noch nicht ganz an Düsternis gewohnt, erscheint einem dieser Film auch gar nicht so helle.

Elfen wie du und ich

Dabei beginnt der neue Film von „Monster-Uni“-Regisseur Dan Scanlon sehr hübsch in einer längst vergangenen Zeit, in der Elfen, Zentauren und andere Fabelwesen in blühenden Landschaften leben. Aber dann wird die Glühbirne erfunden und der Elektroherd. Unversehens sind wir in der Gegenwart angelangt, die Elfen sind ganz normale Erdwesen, nur mit blauer Haut und längeren Ohren.

Ian und sein prollier Bruder, der immer alles besser wissen muss.   © 2019 Disney/Pixar.

Und Ian, der juvenile Protagonist, ist ein ganz normaler Teenager, nur ohne Freunde. Und auch ohne Vater, der seit langem tot ist. Da bekommt Ian zum 16. Geburtstag ein Vermächtnis von Daddy geschenkt, ein merlin-artiger Zauberstock, der den Papa für einen Tag zurückzaubern soll. Ians älterer Bruder ist ein Fantasy-Nerd und glaubt alles besser zu wissen.

Was dazu führt, dass der Zauber auf halber Strecke abbricht. Vom Papa gibt’s nur den Unterleib. Und die ungleichen Brüder müssen einen bestimmten Zauberstein finden, der ihnen auch den Rest des ...

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