Weniger Frauen und Islamisten im neuen Parlament in Jordanien

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Die Wahl fand inmitten der Corona-Pandemie statt.
Die Wahl fand inmitten der Corona-Pandemie statt.

Nach der Wahl in Jordanien werden im neuen Parlament weniger Frauen und auch weniger islamistische Politiker vertreten sein. Wie die Wahlkommission am Donnerstag in Amman mitteilte, wurden 15 Frauen ins neue Parlament gewählt, fünf weniger als bei der Parlamentswahl vor vier Jahren. Die Islamische Aktionsfront (IAF), der politische Arm des jordanischen Zweigs der Muslimbruderschaft, wird nach Angaben der Kommission künftig acht Abgeordnete stellen. 2016 hatten noch 16 IAF-Politiker den Einzug ins Parlament geschafft.

Die Wahlbeteiligung lag bei nur knapp 30 Prozent, sechs Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 2016. Dominiert wird das neue, 130 Abgeordnete zählende Parlament künftig von Geschäftsleuten und mächtigen Stammesvertretern. Hundert Abgeordnete haben das erste Mal das Mandat inne. Das Parlament hat in dem haschemitischen Königreich Jordanien keinen großen politischen Einfluss. Der König ernennt den Regierungschef und die 65 Mitglieder des Senats.

hg/ju