Wer erschoss JFK?

Er war der jüngste Präsident der USA. Seine Ermordung am 22. November 1963 gibt bis heute Rätsel auf und sorgt für wilde Spekulationen: John Fitzgerald Kennedy ist zum Mythos avanciert, Verschwörungstheoretiker gießen auch 50 Jahre nach seinem Tod immer neues Öl ins Feuer. Heuerte der kubanische Geheimdienst den Attentäter Lee Harvey Oswald an? Hatte der US-Geheimdienst seine Finger im Spiel? Oder waren es schlicht die Russen? Die Wahrheit kennt - so scheint es zumindest - niemand. Die Theorien jedoch, die durchs Netz wabern, sind lesenswert.

Um den Tod von John F. Kennedy, in Deutschland seit seinem Ausspruch "Ich bin ein Berliner" berühmt und geliebt (die ganze Rede findet sich neben einer umfangreichen Biografie unter www.jfklibrary.org), ranken sich die unterschiedlichsten Mord-Hypothesen - obwohl die sogenannte Warren-Kommission schon 1964 zu dem Schluss kam, Kennedys (vermeintlicher?) Mörder Lee Harvey Oswald habe als Einzeltäter gehandelt, ohne Auftraggeber im Hintergrund. Der Bericht der Ermittler, die die Todesumstände des damaligen Präsidenten beleuchten sollte, ist inzwischen unter www.archives.gov/research/jfk/warren-commission-report/index.html für jedermann einsehbar.

Warum also glauben dennoch so viele daran, dass JFK einer Verschwörung zu Opfer fiel? "Aufgrund der Beweise", wird auf einer Website behauptet, die sich selbstbewusst jfkfacts.org nennt. Falls tatsächlich Oswald der Schütze gewesen sei, argumentieren die Betreiber beispielsweise, habe die CIA versagt, ihn als Gefahr zu erkennen. Dennoch habe trotz dieses "unbestrittenen und tödlichen Fehlers" in Geheimdienstkreisen niemand seinen Job oder seine Beförderung verloren. Beinahe täglich wird die News-Rubrik der Seite mit neuen Einträgen befüllt, etwa mit einer Betrachtung, welche "richtigen" und "falschen" Ansätze im neuen Kennedy-Kino-Drama "Parkland" verfolgt werden, das bereits am Freitag, 22.11., 20.15 Uhr, von ProSieben gezeigt wird.

Auf Deutsch zusammengefasst wird das angebliche Kennedy-Komplott hingegen auf der Seite www.conspiracy.nebelbank.de/kennedy.html. Die Seite schildert kurz und knackig den Werdegang des Politikers, bevor aus verschiedenen Büchern und Aufzeichnungen zitiert und zusammengetragen wird. Auch wenn der Informationsgehalt fragwürdig ist - angenehm und durchaus spannend zu lesen sind die Gedankengänge der Autoren allemal.

Noch etwas fundierter erklärt ein gewisser Icky die Faktenlage rund um das Dallas-Attentat. In einem sehr langen Fließtext ist auf www.icky.de/k_fakten.htm nachzulesen, was Staatsanwälte, Zeugen und andere Beteiligte zu Protokoll gaben - sehr informativ und aufschlussreich, zudem mit seltenem Fotomaterial versehen. Auch www.kennedy-attentat.de setzt sich vorurteilsfrei mit den Vorgängen auseinander. Besonders informativ: Die Abschlussberichte der verschiedenen Untersuchungskommissionen sind als pdf-Dateien zum Download bereitgestellt.

Auf dem Kennedy-Clan liege seit der Ermordung von John Fitzgerald ein Fluch, wird behauptet. Jackie, die Witwe des Ermordeten, soll sogar gesagt haben: "In Amerika töten sie Kennedys." Ob das den Tatsachen entspricht, sei dahingestellt. Über den "Fluch der Kennedys" zumindest informiert ein langer, aber durchaus lesenswerter Artikel unter www.astro.com/astrologie/in_oracle_g.htm. Dort wird neben einem Kennedy-Fluch auch der "Familienfluch in der griechischen Mythologie" erörtert und mit dem Kennedy-Clan querverlinkt. Die Astrologin kommt zu dem einleuchtenden Schluss: "Der Familienfluch ist letztlich eine Umkehrung eines Familiensegens". Für die Kennedys wahrscheinlich ein schwacher Trost ...

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