Wettbewerb: „Volevo Nascodermi“: Eine Explosion kreativer Energie

„Volevo Nascondermi“ oder auch „Ich wollte mich verstecken“ heißt der Wettbewerbsbeitrag des italienischen Regisseurs Giorgio Diritti. Er erzählt, chronologisch gebrochen, das Leben des Künstlers Antonio Ligabue, geboren 1899 in Zürich, aufgewachsen in verschiedenen Pflegefamilien und schließlich 1919 wegen Landstreicherei nach Italien ausgewiesen. Ligabue lebte jahrelang in einer kleinen Hütte am Ufer des Po, wo er manisch Bild um Skulptur produzierte und schließlich als Künstler entdeckt wurde. Schon die erste Szene des Films setzt seinen Wunsch ins Bild, sich selbst verschwinden zu lassen: Aus einem schwarzen Sack starrt den Zuschauer ein verängstigtes Auge an.

Ein schauspielerischer Kraftakt

Es gehört dem Schauspieler Elio Germano, der im Wettbewerb gleich mit zwei Filmen vertreten ist, auch im Familiendrama „Favolacce“ ist er zu sehen. Germano, Shooting Star der Berlinale im Jahr 2008, gewann 2010 bei den Filmfestspielen in Cannes für „La nostra vita“ den Preis als bester Darsteller. Auch bei dieser Berlinale wird man ihn zu den Favoriten für einen Silbernen Bären auf der Rechnung haben müssen. Er verleiht seinem Antonio Ligabue animalische Energie: Wenn er einen Löwen malt, brüllt er das Kunstwerk an, als wäre er selbst einer. Er kann aber auch, eine herzergreifende Szene, vor dem gerade fertiggestellten Porträt einer Frau verzweifeln, weil ihm menschliche Herzenswärme und Freundlichkeit ein Rätsel sind. Regisseur Diritti findet Landschaftsbilder, die mit Ligabues express...

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