Wetter: Auch der Januar bleibt wenig winterlich und warm

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Was für ein "Nicht-Winter"! Der Dezember ist 1,8 Grad zu warm geendet und der Januar ist nach den ersten 4 Tagen fast 9 Grad zu warm. Unwinterlicher hätte ein Jahreswechsel kaum noch ausfallen können.

Regentropfen
Es wird höchstens nasskalt in Deutschland - trotz Winter. (Symbolbild: Getty)

"Was wurde da nicht alles im Vorfeld dieses Winters wieder angekündigt? Viel Eis und Schnee, der Polarwirbel und La Nina seien schuld. Passiert ist… so gut wie nichts! Der Winter ist bisher deutlich zu warm", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom YouTube-Wetterkanal wetternet.

Maximal Schneeregen oder Regen statt Winterlandschaften

Tatsächlich liegen wir auf den gesamten Winter 2021/22 bezogen bisher 2,6 Grad über dem langjährigen Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. Die Höchstwerte haben teilweise bis zu 17 Grad erreicht und auch für den Januar und den Februar werden überdurchschnittliche Temperaturen angekündigt.

Und auch der Trend für die kommenden 10 bis 14 Tage sieht weit und breit kein nachhaltiges Winterwetter für Deutschland. Ab 400 bis 600m kann es vielleicht ein paar Schneefälle geben, doch darunter ist höchstens nasskaltes Wetter zu erwarten. "Unten gibt's in den kommenden Tagen maximal nasskaltes Wetter mit Schneeregen oder Regen. Weiße Winterlandschaften sind dort nicht zu erwarten, doch nachts kann es manchmal ganz schön glatt werden", warnt Jung.

So geht es bei uns in den kommenden Tagen weiter

Mittwoch: Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Regenschauern, ab 400 bis 600m auch Schneeregen oder Schnee, 2 bis 7 Grad

Donnerstag: oft freundlich, wenig Niederschlag, 2 bis 5 Grad

Freitag: viele Wolken, teilweise Regen oder Schneeregen bei 2 bis 5 Grad

Samstag: nasskaltes Schmuddelwetter bei 1 bis 5 Grad

Sonntag: aus Westen Wolken und Schneeregen oder Regen, ab 400m meist Schnee, 2 bis 7 Grad

Montag: 2 bis 7 Grad, meist bedeckt, stellenweise etwas Regen

Dienstag: viele Wolken und Regen, 4 bis 10 Grad

Mittwoch: meist bedeckt, einzelne Schauer, 2 bis 7 Grad

Keine längere Winterepisode in Sicht

Der Winter kann sich nicht etablieren und auch der zweite meteorologische Wintermonat, der Januar, scheint alles andere als winterlich ausfallen. Sogar die ersten Frühblüher sind schon gesichtet worden - bei diesen Temperaturen ist das auch kein Wunder.

"Es ist fraglich, ob es in diesem Winter überhaupt nochmal eine längere kalte Winterepisode bis ganz runter geben wird. Bis 20. Januar ist da erstmal nichts in Sicht", erklärt Wetterexperte Dominik Jung.

Im Video: Winter in Kabul - Schneespaß und Hungersnot

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