Wetter in Deutschland: Es wird kühler und regnerischer

Hitze-Weltmeisterschaft in Katar! Extreme Temperaturen und neue Rekorde! In Deutschland nun spürbar kälter…

So langsam stellt sich auch in Deutschland kühles und regnerisches Herbstwetter ein. (Bild: Getty Images)
So langsam stellt sich auch in Deutschland kühles und regnerisches Herbstwetter ein. (Bild: Getty Images)

Wiesbaden – Da hat man die WM 2022 doch tatsächlich in den November und Dezember verschoben, weil man dachte es wird deutlich kühler als im Sommer sei. Ja, es ist kühler als im Sommer, aber trotzdem gab es in den vergangenen Tagen ungewöhnlich hohe Temperaturen in Katar. Sogar neue Rekordwerte für die aktuelle Jahreszeit wurden gemessen.

In Doha wurden Anfang November um Mitternacht immer noch um die 30 Grad gemessen und eine Luftfeuchte von 60 Prozent. Das ist alles andere als angenehm. Gefühlt sind das 34 Grad und das um Mitternacht. Ständig kamen neue warme Luftmassen in der Land geströmt.

Tagsüber wurden Anfang November bis zu 38 Grad gemessen und das bei einer weiterhin sehr hohen Luftfeuchte. Für Spieler und Fans ist das eine extreme Belastung. Das sind Temperaturen wie sie bei uns in Europa teilweise im absoluten Hochsommer erreicht werden.

Immerhin werden in den kommenden Tagen in Doha „nur“ noch Tageswerte um 31 bis 34 Grad erwartet. Die Nachtwerte sinken meist kaum unter 25 Grad. Zudem bleibt die Luftfeuchtigkeit weiterhin sehr hoch. Das wiederum belasten den menschlichen Kreislauf extrem. Schauen wir mal, für wen diese Wetterlage zum Vorteil und für sie zum Nachteil wird.

Vergangene Woche teils noch Frühlingswetter

"In Deutschland war es am vergangenen Wochenende stellenweise nochmal extrem warm. An einigen Orten wurde neue Monatsrekorde aufgestellt. In Zinnwald und in Neuhaus am Rennweg war es so warm wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in einem November. Gestern wurden in Wuppertal knapp über 20 Grad gemessen. Das war ein Wetter wie im Frühling, zumindest in einigen Landesteilen. Damit ist es nun aber vorbei. Die Tageswerte erreichen keine 20 Grad mehr, selbst 15 Grad sind kaum noch drin. Die Höchstwerte liegen meist um 10 Grad. So geht es in dieser Woche bis zum Wochenende weiter. Dann kann es auch mal in den Hochlagen die ein oder andere Schneeflocke geben, in der zweiten Wochenhälfte ist auch ganz im äußersten Nordwesten vielleicht mal eine Schneeflocke möglich. Ein Wintereinbruch ist aber weit und breit für Deutschland nicht in Sicht. Es geht für die Jahreszeit völlig normal temperiert weiter. Aktuell deuten sich keine großen Überraschungen an. Es ist das Kontrastprogramm zur fast schon lebensgefährlichen Hitze in Katar. Dort messen wir zur Eröffnung in Doha zwischen 30 und 32 Grad am kommenden Sonntag und das bei einer Luftfeuchte von mehr als 60 Prozent. Da landen wir bei gefühlten Werten um 35 bis 37 Grad. Nicht gerade die 'Wohlfühltemperatur' für sportliche Aktivitäten. Dabei dachte man, mit einer Verlegung in den Winter in angenehmer Luftmassen zu gelangen. Doch daraus wird erstmal nichts werden", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

  • Montag: 10 bis 15 Grad, im Südwesten etwas Regen, sonst trocken und zeitweise Sonnenschein

  • Dienstag: 11 bis 15 Grad, viele Wolken, teilweise etwas Regen

  • Mittwoch: 8 bis 13 Grad, meist stark bewölkt und immer wieder Regen

  • Donnerstag: 4 bis 15 Grad, im Nordosten vielleicht sogar Schneeregen möglich, dort am kältesten, sonst deutlich wärmer

  • Freitag: 4 bis 12 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Regenschauer

  • Samstag: 4 bis 11 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und kurze Schauer

  • Sonntag: 4 bis 12 Grad, mal Sonne, mal Wolken, einzelne Regenschauer

Typisches graues Novemberwetter steht in dieser Woche an. Ganz im äußersten Nordosten wird es besonders frisch, da kann es auch mal für Schneeregen reichen. Das war es dann aber auch schon. Mehr Winterluft wird es in Deutschland bis zum 1. Advent nicht geben.

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