Wetter: Polarluft erreicht Deutschland - Temperatursturz um bis zu 10 Grad erwartet

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Samstag und Sonntag brachten jeweils Höchstwerte bis 27 Grad und damit noch einmal Sommertage zum Abschluss des Septembers. Doch in der neuen Woche wird es deutlich kälter.

In der neuen Woche wird es deutlich kälter (Bild: Getty).
In der neuen Woche wird es deutlich kälter (Bild: Getty).

Jetzt heißt es: Septembersommer adé. Die Höchstwerte rutschen in der aktuellen Woche um gut 10 Grad nach unten. Aus Nordwesten strömt Polarluft nach Deutschland. Zum ersten Oktoberwochenende könnte es zwar wieder etwas wärmer werden, doch das ist laut der aktuellen Wetterprognose von wetter.net noch unsicher.

Sicher ist, dass sich die Schwefelwolke, die aktuell über unseren Köpfen liegt, dann wieder aus Deutschland verabschieden wird. Wir bekommen dann nämlich eine nordwestliche Strömung und damit wird die Luftmasse ausgetauscht. Dadurch wird die Schwefelwolke wieder aus Deutschland vertrieben.

Die Wolke liegt genau über Deutschland: Teilweise regnet es und damit wird der Schwefel aus der Atmosphäre ausgewaschen. Leicht saurer Regen ist die Folge. (Quelle: www.wetter.net)
Die Wolke liegt genau über Deutschland: Teilweise regnet es und damit wird der Schwefel aus der Atmosphäre ausgewaschen. Leicht saurer Regen ist die Folge. (Quelle: www.wetter.net)

„Eine Schwefeldioxid-Wolke hängt am Montag genau über unseren Köpfen, verschwindet dann aber ab Dienstag dank der herannahenden Polarluft", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Dann kommt der Wind nämlich aus Nordwesten und nicht mehr aus Südwesten - und dann ist Schluss mit der Zufuhr von Luftmassen aus dem Bereich der Kanaren.

"Stellenweise gibt es am Montag schon Regen und der wäscht den Schwefel teilweise aus der Atmosphäre. Das nennt man dann sauren Regen", so Jung. 

Ab Mittwoch liegen die Höchstwerte dann ohnehin 10 Grad unter dem vergangenen Wochenende. Da wurden ja nochmal bis zu 27 Grad gemessen. Mittwoch sind es teilweise nur 15 oder 16 Grad und in der Nacht auf Donnerstag gibt es Bodenfrost. Der Septembersommer ist vorbei.“, resümiert Jung.

Frühwerte am Donnerstag: Teilweise deutlich unter 5 Grad in 2 Metern Messhöhe, das bedeutet Bodenfristgefahr! (Quelle: www.wetter.net).
Frühwerte am Donnerstag: Teilweise deutlich unter 5 Grad in 2 Metern Messhöhe, das bedeutet Bodenfristgefahr! (Quelle: www.wetter.net).

So geht es beim Wetter in den kommenden Tagen weiter:

Montag: 18 bis 23 Grad, lokal Schauer, dazwischen auch mal Sonnenschein

Dienstag: 15 bis 20 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, kaum noch Schauer

Mittwoch: 15 bis 20 Grad, mal Sonne, mal Wolken, einzelne Schauer

Donnerstag: 13 bis 17 Grad, kalter Start in den Tag, dann aber freundlich mit Sonnenschein

Freitag: 13 bis 20 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer

Samstag: 14 bis 19 Grad, mal Sonne, mal Wolken, einzelne Schauer

Tag der Deutschen Einheit: 13 bis 17 Grad, durchwachsener Mix aus Sonne und Wolken mit Schauern

Die spätsommerlich warmen Tage sind vorbei. Es wird in dieser Woche kühler und wechselhafter. Aber: Wir erwarten keine großen Regensummen. Immer wieder kann sich auch mal längere Zeit die Sonne blicken lassen. Insgesamt wird es in dieser Woche nach und nach herbstlicher werden. "Ein sehr warmer, sehr sonniger und extrem zu trockener September endet", erklärt Jung.

„Der September hat uns für den wechselhaften Sommer ganz schön entschädigt. Es war ein toller Spätsommermonat mit sehr hohen Temperaturen, wenig Regen und viel Sonnenschein“, so der Wetterexperte.

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