Wetter: Der sommerliche September ist vorerst vorbei

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Tief Roland hat im Süden Frankreichs schon viel Hochwasser gebracht. Dort fielen binnen Stunden in einigen Regionen bis zu 200 mm Regen und es kam zu schweren Überschwemmungen. Nun hat das Tief auch den Westen Deutschlands erreicht.

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Wetterexperten warnen vor Unwettern. (Symbolbild: Getty)

Betroffen davon sind heute vor allem NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland, Teile von Niedersachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Regional sind Starkregenfälle möglich, teilweise bis zu 50 Liter bei besonders starken Schauern und Gewittern. Auch die Flutgebiete in der Eifel und im Süden von Nordrhein-Westfalen können dabei wieder getroffen werden. Da dort die Kanalisation immer noch sehr beschädigt ist, kann bei Starkregen das Wasser kaum abfließen und läuft im schlimmsten Fall über die Straßen in die Häuser oder in die Keller.

Mit Höchstwerten bis zu 30 Grad ist es erstmal vorbei

Insgesamt wird es ein sehr ungemütlicher Mittwoch - und zum Wochenende wird es wahrscheinlich nicht viel besser. "Jetzt endet das sehr warme Septemberwetter. Bisher war der September über 2 Grad wärmer als das langjährige Klimamittel. Es war vielfach ein sommerlicher September. Doch nun wird es heute aus Westen sehr wechselhaft", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Mit Höchstwerten von über 25 bis hin zu 30 Grad ist es erstmal vorbei. Wahrscheinlich kommen so hohe Werte in diesem Jahr auch nicht mehr wieder.

Dennoch bleiben die Temperaturen vorerst weiter angenehm. Der heutige Mittwoch ist beispielsweise im Westen wieder vielfach mit Temperaturrekorden gestartet. In Nordrhein-Westfalen wurden in der Früh Werte um 19 Grad gemessen. Das sorgt jedoch dafür, dass die Luft derzeit besonders feucht und schwül ist, was die Starkregen- und Gewitterlage noch weiter befeuert.

So geht es in den kommenden Tagen weiter

Mittwoch: 18 bis 25 Grad, schwülwarm, Schauer und Gewitter mit Starkregen

Donnerstag: 17 bis 23 Grad, einzelne Schauer, langsam kühler

Freitag: 16 bis 22 Grad, freundlicher, ab und zu Sonnenschein

Samstag: 16 bis 23 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, kaum Schauer

Sonntag: 11 bis 20 Grad, wechselhaft, neue Schauer, in den Alpen ab 1500 bis 1800 m Schneeregen oder Schnee

Montag: 13 bis 18 Grad, durchwachsen, Mix aus Sonne und Wolken mit Schauern

Dienstag: 11 bis 17 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, einzelne Schauer

Damit scheint Dienstag der letzte richtig warme Tag in diesem Jahr gewesen zu sein. Zunehmend wird es kühler und frisch, oder sogar sehr frisch. "Mal sehen wie lange es dauert, bis wir den ersten Bodenfrost bekommen. In den Hochlagen der Alpen wird es am Sonntag schon mal kräftigen Flockenwirbel geben. Die Wetterlage wird nun deutlich spannender werden. Die ruhigen Tage des Septembersommers sind vorbei", so Wetterexperte Dominik Jung.

Im Video: Klimawandel - Extrem-Wetter wird zur Norm

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