Wetter: Wie stehen die Chancen für weiße Weihnachten?

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In weiten Teilen des Landes könnte es beinahe frühlingshaft warm werden an Weihnachten. Doch nicht überall: Wettermodelle sagen einen kleinen Streifen voraus, in dem durchaus Schnee fallen und liegen bleiben könnte.

Schnee an Weihnachten: Das ist seit vielen Jahren eher die Ausnahme als die Regel in Deutschland. (Symbolbild: Getty Images)
Schnee an Weihnachten: Das ist seit vielen Jahren eher die Ausnahme als die Regel in Deutschland. (Symbolbild: Getty Images)

Frühlingshafte Temperaturen zu Weihnachten: Die wird es voraussichtlich in weiten Teilen von Deutschland an Heiligband geben. In der Wetterprognose spricht Wetter.net deshalb von „grünen statt weißen Weihnachten“.

Zweistellige Plusgrade an Weihnachten

Vor allem in West- und Süddeutschland sollen die Temperaturen in milde Bereiche klettern. Bis zu elf oder zwölf Grad Celsius könnten erreicht werden. Doch ganz frühlingshaft wird es wohl nicht: Denn zu den milden Temperaturen kommen teilweise Wolken mit Regen und Wind.

Immerhin: Im Norden könnte es spannend werden: Dort strömt, das sagen Wettermodelle voraus, eisige Luft ins Land. Und genau an der Grenze zwischen der warmen und kalten Luft – dort könnte es nicht nur weiße Weihnacht geben. Wenn sich der Kaltbereich ausdehnt, dann könnte der Schnee auch liegenbleiben.

Wo genau die Linie aber verlaufen wird, darauf will sich Wetter.net derzeit nicht festlegen. Denn in den ständigen Neuberechnungen des Wetters verschiebt sich die Linie stundenweise. So reichte sie zwischenzeitlich von Hamburg nach Berlin, zog sich kurzzeitig an der Mainlinie entlang – aktuell verläuft sie aber ganz im Norden.

Spannendes Weihnachtswetter

Insgesamt dürfte die Schnellfallregion – wenn überhaupt – ungefähr einem 100 Kilometer breiten Streifen entsprechen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagt dazu auf Youtube: „So spannend war es lange nicht mehr. Das US-Wettermodell GFS und das europäische Wettermodell ECMWF rechnen täglich eine mögliche Schneedeckenzone woanders über dem Norden Deutschlands. Das deutsche Wettermodell ICON will von alldem gar nichts wissen und rechnet bis zum 26. Dezember eigentlich nirgendwo mit einer Schneedecke.“

Aber nicht nur die Tage bis Weihnachten bleiben spannend, sondern auch in den Tagen danach „lässt sich Petrus überhaupt nicht in die Karten schauen“. Dazu fragt Jung: „Welche Luftmasse setzt sich nun letztendlich durch: Die kalte oder die warme? Da könnte man aktuell ebenso gut raten.“ Deshalb bliebe nur geduldig abzuwarten, was genau passieren werde.

„So viel Wetterchaos war selten“

Immerhin: Das aktuelle Wetter ist vielversprechend für Weiße-Weihnacht-Fans. So seien laut Jung vielerorts regional die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt gefallen. Die Frühwerte am Dienstag hätten beispielsweise in Oberstdorf bei minus 15 Grad Celsius gelegen. Und so soll es auch erstmal bleiben: trocken und besonders nachts kalt, teilweise zweistellig unter null Grad Celsius.

Der Wechsel ins Milde kommt voraussichtlich erst an Heiligabend. Dann wird aus dem Süden wärmer, während es im Norden frisch bleibt. „So viel Wetterchaos in den Modellberechnungen der Wettercomputer war selten. Die Luftmassengrenze macht eine zuverlässige Prognose über die Feiertage nahezu unmöglich“, sagt Jung.

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