Wetterprognose für den Januar: Regen, Sturm und milde Luft

Es wird mild, windig und weitestgehend frostfrei: Der Januar 2023 macht da weiter, wo uns der wärmste Silvestertag seit 1881 gerade einen frühlingshaften Jahreswechsel beschert hat.

T-Shirt-warm und Regen: So könnte das Wetter in ersten beiden Januarwochen 2023 werden
T-Shirt-warm und Regen: So könnte das Wetter in ersten beiden Januarwochen 2023 werden. (Symbolbild: gettyimages)

Nach frühlingshaftem Wetter zum Jahreswechsel, teilweise kletterten die Temperaturen auf bis zu 20 Grad Celsius, zeigt sich nun auch der Januar weitestgehend von seiner frostfreien Seite.

Niederschläge und starke Winde

Langfristige Trends, so heißt es in der ersten Voraussicht des neuen Jahres von Wetter.net, gehen von "einem sehr warmen Monat" aus, der mit "Winterwetter wenig zu tun haben dürfte". Damit folgt ein sehr milder Start auf "das wärmste Jahr und den wärmsten Silvestertag seit 1881".

Kälte? Schnee? Fehlanzeige. Zumindest in den ersten beiden Wochen 2023 dürfte beides keine Rolle spielen. Stattdessen schieben sich warme Luftmassen über Deutschland. Das Wetter wird mild, begleitet von Niederschlägen und starken Winden.

Schnee unterhalb von 2000 Metern getaut

Der Meteorologe Dominik Jung sagt dazu in einem YouTube-Video: "Nach den vielen Temperaturrekorden an Silvester und Neujahr geht das neue Jahr warm los." Und das ohne Winterwetter, nicht in den "Niederungen und auch nicht in den Hochlagen".

Wer sich auf einen Skiurlaub gefreut hat, hat also hoffentlich in einem schneesicheren Gebiet gebucht. Denn "selbst in den Alpen hat es unterhalb von 2.000 Meter kräftig getaut". Um 1.000 Meter sei der Schnee Jung zufolge sogar fast ganz verschwunden – eine Änderung sei auch erstmal nicht zu erwarten: "Der Winter ist weit und breit nicht in Sicht".

War es das mit dem Winter?

Was für Ski- und Snowboard-Enthusiasten schlechte Nachrichten sind, dürfte zumindest beim Thema "Energiesparen" positive Reaktionen hervorrufen. Kaum Frost in den Nächten bedeutet, dass die Heizungen nicht hochgedreht werden müssen und die hohen Energiepreise hoffentlich zu nicht ganz so hohen Rechnungen führen. Jung nennt das "Energiesparwetter".

Der Meteorologe sagt sogar, dass die kühlen bis kalten Wochen in der vergangenen ersten Dezemberhälfte "das einzige Winterwetter in diesem Winter" gewesen sein könnten. Er schränkt aber auch ein, dass der Hochwinter ja erst Mitte Januar beginne und sich bis Ende Februar ziehe. "Vielleicht passiert noch etwas in Sachen Eis, Schnee und Kälte in Deutschland. Auch wenn es aktuell überhaupt nicht danach aussieht", sagt er.

Die ersten zwei Wochen 2023

Vor allem die ersten Tage im neuen Jahr werden sehr mild. Die Temperaturen liegen voraussichtlich zwischen elf und 17 Grad Celsius am Montag und sinken langsam bis zum Wochenende hin auf drei bis zehn Grad Celsius. Dabei bilden sich regional viele Wolken, es wird mitunter windig bis stürmisch und es regnet auch viel.

Das dürfte laut Wetter.net zu steigenden Flusspegeln und Hochwasser führen. Das seien typische Auswirkungen der "klassischen Westwetterlage", bei der "ein Tief nach dem anderen vom Atlantik nach Deutschland zieht und dabei viel Regen, Wind und Sturm" bringt.

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