Wettervorhersage: Schnee bleibt weiterhin eine Rarität

Ben Barthmann
·Sports Editor
·Lesedauer: 2 Min.

Nachdem es an vielen Orten schon mit weißen Weihnachten nicht geklappt hat, macht das Jahr 2021 einfach dort weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat: “Echter” Schnee ist und bleibt in diesem Winter eine Rarität.

Wer einen Schneemann bauen möchte, schaut auch 2021 tendenziell in die Röhre. (Bild: Getty Images)
Wer einen Schneemann bauen möchte, schaut auch 2021 tendenziell in die Röhre. (Bild: Getty Images)

“Die ersten langfristigen Trends deuten auf einen leicht zu milden Januar und deutlich zu warmen Februar hin. Vom angepriesenen Jahrhundertwinter aufgrund des Wetterphänomens La Niña fehlt weiterhin jede Spur”, sagte Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

In Deutschland dürfen sich alle Winter-Fans auch weiterhin nicht auf Schnee freuen. Nachdem der Dezember 2020 bereits deutlich zu warm war, setzt sich der schneelose Trend auch im Januar und Februar fort. Schnee fällt zwar fast überall, bleibt aber nur selten liegen. Nur ab einer Höhe von etwa 300 bis 400 Metern gibt es den dafür nötigen Dauerfrost.

“Unten ist es oft nur nasskalt und grün bzw. schmuddelig. Daher zieht es die Menschen in die höheren Lagen zum Schnee”, fasst Jung zusammen. Dies ließ sich bereits in den letzten Tagen beobachten: Die Menschen drängen auf die Berge, was nicht im Sinne des aktuell geltenden Lockdowns ist.

Schneehöhen in Deutschland: Zum Start in die erste Arbeitswoche 2021 bleibt oft nur Matsch. (Bild: Wetter.net)
Schneehöhen in Deutschland: Zum Start in die erste Arbeitswoche 2021 bleibt oft nur Matsch. (Bild: Wetter.net)

Eine Entlastung dieser Lage ist aktuell nicht in Sicht: “Der Mittelgebirgswinter geht auch in den nächsten Tagen weiter [...]. Eine geschlossene Schneedecke auch in den tiefen Lagen gibt es wenn nur kurz. Oft taut es bei leichten Plusgraden schnell wieder weg.”

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

  • Dienstag: minus 2 bis plus 4 Grad, viele Wolken, kaum Sonnenschein, etwas Schneeregen oder Schnee

  • Mittwoch: minus 1 bis plus 3 Grad, aus Polen im Nordosten Schneefälle, später auch im Norden weiße Landschaften möglich, sonst Schauer

  • Donnerstag: minus 2 bis plus 4 Grad, weiterhin wechselhaft, ab und zu Schneeregen oder Schnee, ab 300 m nur Schnee

  • Freitag: minus 1 bis plus 4 Grad, unten nasskalt, oben weiterhin weiß

  • Samstag: minus 2 bis plus 3 Grad, leicht wechselhaft, immer wieder Schneeregen oder Schnee

  • Sonntag: minus 3 bis plus 3 Grad, durchwachsen, teilweise Schneeregen oder Regen

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