WHO: Erster Todesfall eines Menschen mit H5N2 durch mehrere Faktoren verursacht

Der erste Todesfall eines mit der Vogelgrippe-Virusvariante H5N2 infizierten Menschen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf mehrere Ursachen zurückzuführen. (Fabrice COFFRINI)
Der erste Todesfall eines mit der Vogelgrippe-Virusvariante H5N2 infizierten Menschen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf mehrere Ursachen zurückzuführen. (Fabrice COFFRINI)

Der erste Todesfall eines mit der Vogelgrippe-Virusvariante H5N2 infizierten Menschen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Es handele sich "um einen multifaktoriellen Tod, nicht um einen Tod, der auf H5N2 zurückzuführen ist", sagte am Freitag WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf.

"Der Patient kam nach wochenlangem multifaktoriellen Hintergrund mehrerer anderer Krankheiten ins Krankenhaus", berichtete Lindmeier. Der Mann sei routinemäßig auf Grippe und andere Viren getestet worden und dabei sei H5N2 nachgewiesen worden. Nach Angaben des mexikanischen Gesundheitsministeriums hatte der 59-Jährige ein chronisches Nierenleiden, Diabetes Typ II und Bluthochdruck.

Wie der Mann sich mit dem H5N2-Virus ansteckte, ist weiter unklar. "Die Untersuchungen dauern an", sagte Lindmeier. Es werde unter anderem versucht zu klären, "ob er von einem Besucher oder durch früheren Kontakt zu Tieren infiziert wurde". In Mexiko sind bereits H5N2-Infektionen bei Geflügel aufgetreten, unter anderem im Bundesstaat México, in dem der Verstorbene lebte.

In Mexikos Nachbarland USA breitet sich seit Wochen die Vogelgrippe-Virusvariante H5N1 aus und hat dort unter anderem auch Milchviehherden befallen. Vereinzelt wurden auch Infektionen bei Menschen festgestellt, Übertragungen von Mensch zu Mensch wurden jedoch nicht registriert.

Die Variante H5N2 gilt als weniger stark krankheitserregend als H5N1. Bei Vieh wurde H5N2 in den vergangenen Jahren schon in mehreren Ländern festgestellt. Eine Übertragung der Virusvariante auf einen Menschen war bislang nicht bestätigt worden.

jes/lan