Wie man mit einem E-Bike Geld sparen kann

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Bei jeder Diskussion rund um das E-Bike kommt man unweigerlich auf ein Thema zu sprechen: den Preis. Denn bei allen Vorteilen, die ein E-Bike hat, sind es die Anschaffungskosten, die viele davon abhalten, sich eines zuzulegen. Doch so hoch die Preise sein mögen: Wer es als langfristige Investition ansieht, kann mit einem E-Bike auf Dauer Geld sparen.

So teuer der Kaufpreis sein mag: Auf Dauer lässt sich mit einem E-Bike Geld sparen (Bild: Getty Images)
So teuer der Kaufpreis sein mag: Auf Dauer lässt sich mit einem E-Bike Geld sparen. (Bild: Getty Images)
  • Ein gutes E-Bike kostet neu durchschnittlich etwa 3000 Euro

  • Die Folgekosten bei einem E-Bike sind höher als bei einem normalen Fahrrad

  • Ein E-Bike ist in Anschaffung und Haltung deutlich billiger als ein Auto

  • Auch wer weiterhin Auto fährt, kann mit einem E-Bike Geld sparen – bei jeder Fahrt

  • E-Bike gebraucht kaufen: Geschätzter Wertverlust von 20 Prozent pro Jahr lässt sparen

  • E-Bike gebraucht kaufen: Nur dann, wenn Abnutzung und Verschleiß nicht zu groß sind

  • E-Bike Leasing lohnt sich meist nur, wenn die Raten von der Steuer abgesetzt werden können

Was ein E-Bike kostet

Wer sich ein E-Bike anschaffen will, wird unweigerlich einen vierstelligen Betrag hinblättern müssen. Denn alleine für den Motor, den Akku und die weiteren Bestandteile, die ein gewöhnliches Fahrrad in ein E-Bike verwandeln, fallen dem Portal "Greenstorm" zufolge um die 1000 Euro an.

Mitunter finden sich im Handel tatsächlich E-Bikes, die knapp über 1000 Euro kosten. Für E-Bikes, deren Motorleistung höhere Geschwindigkeiten unterstützen, muss man jedoch mindestens 2000 Euro zahlen. Die Grenze nach oben ist wie so oft weit offen: Eines der teuersten E-Bikes der Welt ist aktuell das PG Bugatti E-Bike, das stolze 75.000 Euro kostet. So teuer muss es jedoch nicht gleich sein: Ein neues, hochwertiges und alltagstaugliches E-Bike kostet im Schnitt 3000 Euro.

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Mehr als bei einem herkömmlichen Fahrrad muss bei einem E-Bike mit höheren Folgekosten gerechnet werden. Neben den Stromkosten für die Aufladung des Akkus fallen meist intensivere Wartungskosten, potentielle Reparaturen und Ersatzteile – darunter der Akku, der früher oder später ersetzt werden muss – an. Nicht zuletzt sollte man sich bei einem derart teuren Gerät wie einem E-Bike die Versicherung nicht sparen. Je nach Nutzungsdauer und Qualität des E-Bikes sollten jährlich mehrere Hundert Euro dazugerechnet werden.

Auto und E-Bike: Kosten im Direktvergleich

Derartige Preise hören sich nicht danach an, als lasse sich mit einem E-Bike Geld sparen. Doch im Vergleich zu den Anschaffungs- und Haltekosten eines Autos ist ein E-Bike erheblich günstiger. Und das E-Bike, das komfortabler ist als ein Fahrrad und oft auch schneller, kann viele Strecken ersetzen, die sonst mit dem PKW zurückgelegt werden würden. Berücksichtigt man Stau, vielbefahrene Hauptstraßen und Parkplatzsuche, ist ein E-Bike auf Kurzstrecken nicht selten sogar schneller als ein Auto.

Und auch, wenn die laufenden Kosten eines E-Bikes die eines regulären Fahrrads übersteigen, sind sie immer noch geringer als die eines Autos, das Kosten für Benzin, Wartung, Reparaturen, Steuern, Versicherung, Wertverlust und Garage oder Parkkosten frisst.

Wie stark diese Kosten auseinander gehen variiert je nach E-Bike- und Auto-Modell und Fahrsituation extrem. Der Youtuber PAT hat jedoch seinen eigenen Wechsel beispielhaft vorgerechnet. Nach 18 Monaten Umstieg auf ein E-Bike hat er seine Kosten mit den letzten 18 Monaten mit seinem 3er BMW verglichen. Letzteres hatte ihn – die Anschaffungskosten für einen gebrauchten BMW wie seinen eingerechnet – in dieser Zeitspanne 8325 Euro gekostet. Das E-Bike - einschließlich des vergleichsweise hohen Kaufpreises von 4365 Euro und spezieller Kleidung für die E-Bike-Fahrten – hatte ihn hingegen knapp 5000 Euro gekostet.

Fazit: Schon nach anderthalb Jahren lassen sich die Anschaffungskosten für ein durchschnittliches E-Bike wieder reinholen, wenn man komplett darauf umsteigt.

E-Bike vs. Auto: Jede ersetzte Fahrt spart Geld

Doch selbst, wenn man in manchen Bereichen seines Lebens auf ein Auto angewiesen ist und es deshalb behalten muss: Jede Fahrt, die man stattdessen mit einem E-Bike zurücklegen kann, spart Geld. Denn statt teurem Benzin oder einer saftigen Stromladung für ein E-Auto verbraucht ein E-Bike weitaus weniger Energie.

Zur Veranschaulichung eine Beispielrechnung des Portals "Enercity": Wie weit man mit einer Akkuladung eines E-Bikes kommt, hängt von diversen Variablen ab, von Strecke, Steigung, Windverhältnissen und Gewicht des Fahrers. Doch geht man davon aus, dass ein E-Bike-Akku 500 Wattstunden fasst, wie bei gängigen Modellen der Fall, kann man in Kombination mit der Trittkraft von 100 Kilometern pro Ladung ausgehen. Bei einem Strompreis von 30 Cent kostet eine Akkuladung etwa 15 Cent.

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Ein Pendler, der 10 Kilometer Arbeitsweg hat und diesen fünfmal die Woche doppelt zurücklegen muss, kommt auf durchschnittlich 430 Kilometer pro Monat und braucht damit etwas mehr als vier Akkuladungen. Das kostet knapp 65 Cent. Dafür bekommt man zur Stunde nicht einmal einen halben Liter Benzin.

Noch mehr Geld sparen: Ein E-Bike gebraucht kaufen

Das alles ändert freilich nichts an den hohen Anschaffungskosten eines E-Bikes. Die kann man erheblich reduzieren, wenn man sein E-Bike gebraucht kauft. Damit reduzieren sich Kaufpreis und Wertverlust, der wie auch beim Auto gerade in den ersten Jahren groß ist.

Das Portal "Velomotion" schätzt, dass der Wertverlust eines E-Bikes in den ersten drei Jahren bei etwa 20 Prozent pro Jahr liegt. Bei einem Modell, das neu 3000 Euro kosten würde, ist nach drei Jahren ein Kaufpreis von 1200 Euro nicht unrealistisch.

Das Portal rät aber beim Kauf eines gebrauchten E-Bikes zur genauen Inspektion der Teile und der Prüfung auf Gebrauchsspuren, die die Langlebigkeit beeinträchtigen könnten, darunter den Motor und die bisherige Laufleistung. Finanziell lohnt sich ein E-Bike vor allem dann, wenn es lange und intensiv genutzt werden kann.

E-Bike Leasing – lohnt sich das?

Seit der steuerlichen Gleichsetzung von Dienstwagen und dienstlich genutzten Fahrrädern kann sich für viele ein E-Bike Leasing lohnen. Selbstständige und Freiberufler*innen können die monatlichen Raten hierfür nicht selten steuerlich absetzen. Am Ende des Leasing-Vertrags kann das E-Bike dann häufig gebraucht zum Restwert abgelöst werden. Wer es nicht mehr benötigt, gibt es stattdessen zurück.

Ähnlich wie beim Auto-Leasing rechnet sich dieses Modell allerdings nur in Kombination mit den steuerlichen Vorteilen. Wer ein E-Bike ausschließlich privat nutzt und nicht absetzen kann, profitiert von einem Leasing-Vertrag finanziell nicht.

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