Wie Kriminelle ihren Weihnachtsbaum schmücken

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Die Polizei einer englischen Grafschaft hat kürzlich das Foto eines geschmückten Weihnachtsbaums veröffentlicht, das sie auf dem Smartphone eines Drogendealers entdeckt hatten.

Das Foto eines mit Drogen und Geld geschmückten Weihnachtsbaumes hat die Polizei von Merseyside kürzlich auf Twitter veröffentlicht. Foto: Twitter / Merseyside Police
Das Foto eines mit Drogen und Geld geschmückten Weihnachtsbaumes hat die Polizei von Merseyside kürzlich auf Twitter veröffentlicht. Foto: Twitter / Merseyside Police

Kann man für einen geschmückten Weihnachtsbaum hinter Gittern landen? Ja, auf jeden Fall: Wenn etwa statt Lametta an den Tannenzweigen Geldscheine und Koksbeutelchen hängen.

Die Polizei reagiert überrascht

Wie die Polizei der Grafschaft Merseyside im Nordwesten Englands kürzlich auf Twitter veröffentlichte, hat genau das ein ansässiger Drogendealer getan.

Weil dieser von seinem mit Drogen und Geld geschmückten Weihnachtsbaum Fotos gemacht hat und die nach einer Razzia auf seinem Smartphone entdeckt wurden, weiß jetzt die ganze Welt um seine fragwürdige Deko-Vorliebe. Denn die Polizei hat ein Foto des Weihnachtsbaums veröffentlicht.

Dabei steht: "Können Sie sich unsere Überraschung vorstellen, als wir das Smartphone des Drogendealers durchsuchten und dieses Foto entdeckt haben?"

89 Jahre Gefängnis

Wie unter anderem NDTV berichtet, hatte die Polizei den Drogendealer schon länger im Visier – und zwar im Rahmen der einjährigen "Operation Overboard". Der Mann war offensichtlich Mitglied eines großen Drogenrings. 

Denn insgesamt wurden acht Personen verhaftet. Dabei konnten Drogen im Wert von 1,3 Millionen Euro sichergestellt werden. Was die Polizei wie folgt kommentierte: "Wir haben acht (un)heilige Männer geschnappt und unter ihren Bäumen einige interessante Päckchen gefunden."

Dann aber wird ein ernsterer Ton angeschlagen: "Jetzt aber Scherz beiseite. Bei den Männern handelt es sich um Schwerverbrecher, die gut organisiert waren und teilweise schwer bewaffnet. Sie haben nur nicht mit dem Sachverstand und der Ausdauer unserer Strafverfolgung gerechnet." 

Die beteiligten Männer wurden zu insgesamt 89 Jahren Gefängnis verurteilt. Wie sich die Strafen aufteilen, ist nicht bekannt.

Belustigte Kommentare

Unter dem Beitrag der Polizei finden sich einige belustigte Kommentare auf Twitter. So schreibt jemand: "Wow, ich habe jetzt erst die ganzen Beutelchen entdeckt." Jemand anders ergänzt: "Ich schätze, sie haben von einer weißen Weihnacht geträumt." Und: "Das sollten wohl so richtig besinnliche Weihnachten werden. Lasst es schneien!"

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