Wie verhalte ich mich richtig in einem sinkenden Fahrzeug?

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Alleine die Vorstellung, in einem sinkenden Fahrzeug zu sitzen, dürfte bei vielen Menschen Panik auslösen. Doch es gibt ein paar Verhaltensregeln, die lebensrettend sein können.

Ein PKW versinkt bis zur Hälfte in einem See.
Heikle Situation: Sobald ein Auto ins Wasser gerät, wird es für die Insass*innen gefährlich. (Symbolbild: Getty)

Die meisten Autofahrer*innen kennen dieses Szenario zum Glück nur aus Actionfilmen. Das Auto kommt von der Straße ab und rauscht in einen Fluss oder einen See. In dem sinkenden Fahrzeug bleiben den Insass*innen nur wenige Augenblicke, um der tödlichen Falle zu entkommen. Denn bis Rettungskräfte eintreffen könnten, wären die Unfallopfer längst ertrunken. Der DLRG hat für diese Situation einen Ratgeber zusammengestellt, der wichtige Anhaltspunkte enthält, um sich selbst zu retten.

So sinkt ein Fahrzeug im Wasser

Dafür ist es zunächst wichtig, sich die Phasen eines sinkenden Fahrzeuges zu verdeutlichen. Der Aufprall eines Autos auf dem Wasser ist zumeist sehr hart, so dass das Fahrzeug zunächst fast von der Oberfläche abprallt. Danach schwimmt ein PKW zumeist für einen kurzen Augenblick in aufrechter Position auf dem Wasser, die Räder zeigen nach unten. Laut DLRG kann dieser Moment sogar mehrere Minuten anhalten. Je mehr Wasser dann aber in das Fahrzeug eindringt, desto schneller wird der Untergang passieren. Dabei senkt sich das Auto in Richtung des Motors ins Wasser, also bei den meisten Modellen mit der Motorhaube zuerst. Erst am Grund sinkt es dann wieder in eine horizontale Lage. Durch diese Bewegung kann es leicht geschehen, dass die Passagier*innen die Orientierung verlieren. Durch den Wasserdruck kann sogar das Dach eingedrückt werden.

Flucht an der Oberfläche

Wegen dieser Umstände beim Sinken des Fahrzeuges ist es besonders wichtig, im Fall der Fälle auf die Abläufe vorbereitet zu sein. Denn die Luftblase im Fahrzeug reicht nur für eine kurze Zeit aus, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Als erstes sollte man sich so schnell wie möglich abschnallen und die Warnblinker einschalten, damit Helfer das Fahrzeug finden können. Idealerweise gelingt es den Insass*innen, das Fahrzeug noch an der Oberfläche durch die Türen zu verlassen. Der DLRG weist aber darauf hin, die Türen auf keinen Fall zu öffnen, wenn sich weitere Personen auf den Hintersitzen befinden. Denn das herein fließende Wasser würde den Untergang beschleunigen und diesen das Entkommen nahezu unmöglich machen. Wie der ADAC betont, funktionieren elektrische Fensterheber nur noch kurz nach dem Eintauchen ins Wasser. In einem Lehrvideo zeigt der ADAC, wie man sich richtig verhalten kann.

Mentale Vorbereitung gegen Panik

Sobald das Auto einmal unter Wasser ist, lassen sich die Türen durch den Wasserdruck kaum mehr öffnen. Die beste Fluchtmöglichkeit sind dann entweder die Fenster oder ein Schiebedach. Allerdings ist das Einschlagen der Scheiben unter Wasser sehr schwierig. Gelingt das Öffnen der Fenster, sollte man das Auto immer mit dem Kopf voraus verlassen. Am besten verlassen alle Personen das Fahrzeug gleichzeitig. Die Person auf dem Fahrersitz sollte den Personen auf den Rücksitzen durch Ziehen oder Schieben helfen, schnellstmöglich durch die Fenster zu entkommen. Als Tipp gibt der DLRG in seinem Ausbilderhandbuch Rettungsschwimmen noch, sich mental auf die Situation vorzubereiten. Denn bei einem Unfall im Wasser kommt es oft zu Panik bei den Beteiligten, die dann falsch reagieren und ihr Leben gefährden.

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