Wien: Wachsende Sorge über iranisches Atomprogramm

Die internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien ist besorgt über die Fortschritte des iranischen Atomprogramms. Der Gouverneursrat der IAEA tagt zur Zeit, weil Teheran sich weigert, offene Fragen zu geheimen Nuklearaktivitäten zu beantworten.

Nach neuesten IAEA-Erkenntnissen könnte das Land bald genug Ausgangsmaterial für eine Atomwaffe produziert haben. Die Frage sei nicht mehr ob, sondern wann dies der Fall sein werde, sagte IAEA-Direktor Rafael Grossi: "Da sie die Anreicherung von Uran fortsetzen, ist es nur eine Frage von ein paar Wochen , sagen wir es mal so."

Mittlerweile habe der Iran rund 43 Kilogramm Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent angereichert, sagte ein Diplomat. Rund 50 Kilogramm, zu 90 Prozent angereichert, würden für einen Atomsprengkopf ausreichen.

Grossi betonte aber auch, dass es noch weitere Zeit benötigen würde, um aus dem Uran eine Nuklearwaffe zu produzieren.

Der diplomatische Prozess steht seit März still, obwohl eine neuerliche Beschränkung des Atomprogramms fast unterschriftsreif ist. Hauptrund ist die Aufrechterhaltung der US-Wirtschaftssanktionen.

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