Wilderer schießt Elefant in den Kopf – aber der Dickhäuter überlebt

Nach wie vor machen Wilderer in den Nationalparks Afrikas Jagd auf Elfenbein. Ein Elefant in Simbabwe wurde nun jüngst das Opfer der Wilddiebe – allerdings glücklicherweise mit glimpflichen Ausgang. Der Dickhäuter überlebte einen Kopfschuss.

Der Elefant aus dem Mana Pools National Park wurde von Veterinärmedizinern der Tierschutzorganisation Aware Trust Simbabwe gefunden. Wie die Organisation unter anderem auf Facebook mitteilte, mussten die Ärzte mit Entsetzen feststellen, dass sich die Kugel bereits sechs Wochen im Kopf des Tieres befand. “Wir denken, dass er außerhalb des Parks angeschossen wurde und den Park dann als Zufluchtsstätte aufsuchte”, erklärt Dr. Lisa Marabini im Gespräch mit “BBC”.

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Der Dickhäuter, der den Spitznamen “Pretty Boy” erhielt, zu Deutsch “hübscher Junge”, habe keinerlei aggressives Verhalten an den Tag gelegt. Ganz im Gegenteil: Der Aware Trust Simbabwe habe das Gefühl gehabt, dass der Elefant auf die Tierärzte bewusst zugegangen sei. “Es war, als ob er wüsste, dass wir mit der Intention da waren, ihm zu helfen”, so Marabini weiter. Das Tier hatte wahnsinniges Glück gehabt: Wäre der Einschuss nur wenige Millimeter tiefer erfolgt, hätte die Kugel sein Gehirn getroffen und der Elefant wäre verstorben. Und damit noch nicht genug: Er erlitt ebenfalls eine Wunde an der Schulter.

“Wir vermuten, dass er zunächst in den Kopf geschossen wurde, dann floh und der Wilderer dann seiner Seite eine Kugel verpasste”, erläutert Dr. Lisa Marabini, wie es zu den Wunden kommen konnte. Die Tiermediziner konnten die Kugel aus dem Schädel des Elefanten entfernen, inzwischen ist das Tier wieder wohlauf im National Park unterwegs.

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