"Ich will nie mehr ins Fernsehen": Sani-Einsatz und Nominierungs-Eklat bei "Die Alm"

·Lesedauer: 4 Min.
Des Bergdramas letzter Akt für Katharina Eisenblut (links): Die Ex-DSDS-Kandidatin hat "Die Alm" verlassen. (Bild: ProSieben)
Des Bergdramas letzter Akt für Katharina Eisenblut (links): Die Ex-DSDS-Kandidatin hat "Die Alm" verlassen. (Bild: ProSieben)

Die ProSieben-Hüttengaudi "Die Alm" nimmt in Woche zwei an Fahrt auf. Dramen, Höhenangst - und gleich drei Ausscheider. Trash-Herz, was willst du mehr?

Es gibt Dinge, die will man eigentlich gar nicht wissen. Okay, wenn Mirja du Mont ihre Krankengeschichte beichtet und gesteht "Ich war wie tot. Ich wollte nicht mehr leben", dann umweht einen ein Hauch von Tragik. Ging dem "Beichtvater" Ioannis Amanatidis ("Krass, so deep hätte ich das nicht erwartet") auch so. Aber wenn Katharina Eisenblut gesteht, dass sie "das gesunde Essen hier" nicht verträgt und sie Blähungen bekommt ("Ehrlich, ich furze im Schlaf!"), dann sind das doch Winde, die man ungehört vorüberstreichen lassen möchte.

Aber so ist's mit Trash-TV und seinen Kandidaten, es wird Klartext gesprochen, bis zur Peinlichkeit. Mirja du Mont meinte zwar "keiner von uns ist hier Trash!", aber gerade nach Episode zwei von "Die Alm" (ProSieben) wäre es gar nicht schlecht, wenn man den Protagonisten da oben auf dem Berg mal ganz altmodisch mit einem Stück Kernseife (und einer Drahtbürste) den Mund ausschrubben würde. "Sch..." war das meistgesagte Wort - Schimanski wäre stolz gewesen!

"Warum dieser Hass gegen mich?" Katharina Eisenblut war mit den Nerven und mit ihrem Durchhaltewillen am Ende. (Bild: ProSieben)
"Warum dieser Hass gegen mich?" Katharina Eisenblut war mit den Nerven und mit ihrem Durchhaltewillen am Ende. (Bild: ProSieben)

Bluthochdruck: Christian Lohse vom Sanitäter abtransportiert

Drama! Unverzichtbarer Bestandteil. Und davon gab's diesmal reichlich. Zunächst das erwartete: Katharina "Ich will nach Hause!" Eisenblut machte die Rolle rückwärts und stieg vom angekündigten Ausstieg aus. Sie sprach sich mit ihrem Verbalpeiniger Ioannis Amanatidis aus: "Ich bin froh, dass alles geklärt ist. Ich will kein Drama mehr."

Das unerwartete Drama: Wegen Christian Lohse - beziehungsweise wegen dessen extremen Bluthochdrucks - musste der Sanitäter kommen. Und der nahm den Sternekoch mit seinen 195/135 gleich mit. "Kurz und schmerzlos: Tschüss!", sprach der Koch und wurde seines Weges hinab ins Tal gefahren.

Ersatz war erstaunlich schnell gefunden. Für den It-Koch sprang "It-Boy" (und natürlich Influencer) Benedetto Paterno ein. Warum der Luxusliebhaber ("Ich mag Kaviar und Champagner") bei dem Höhenspaß mitmacht ("Das ist wie im Horrorfilm. Krasser als Dschungel und alles. Das wird hart.") ist beinahe so schleierhaft, wie die Auswahlkriterien, die den Ex-"First Dates"-Protagonisten auf den Berg katapultierten.

So sieht extremer Bluthochdruck aus: Christian Lohse musste auf ärztliches Anraten die Trash-TV-Show verlassen. (Bild: ProSieben)
So sieht extremer Bluthochdruck aus: Christian Lohse musste auf ärztliches Anraten die Trash-TV-Show verlassen. (Bild: ProSieben)

Panik bei Hollywood Matze: "Ich hab die Buxe voll!"

Und was wurde wieder geflennt! Im Tal wurde Hochwasserwarnung ausgegeben. Mirja weinte über ihre (überstandene) Krankheit. Yoncé Banks jammerte über seine kratzige Stimme im erkälteten Hals (Alm-Öhi: "Kuhscheiße draufschmieren, dann geht das weg!"), Vivian Schmitt weinte dem scheidenden Christian Tränchen nach. Hollywood Matze hatte beim Lohse-Abschied auch "beinahe Pipi in den Augen" - wenig später flutete er die Äuglein in purer Panik. In zehn Metern Höhe fühlte sich der Höhenängstliche bei der Paar-Gaudi gar nicht wohl. "Ich hab echt Schiss. Ich hab die Buxe voll." Er musste abbrechen, bevor er (wegen fünf falscher Quiz-Antworten) in die Tiefe gestürzt wurde.

Und dann, so Katharina, wurde es "ekelhaft". Das Plumpsklo ist ohnehin so eine Sache ("Ich kann da nicht k...", so Katharina stellvertretend für viele "Alm"-Bewohner), dann aber sichtete Katharina, die Zarte, einen Fäkalienklecks da, wo er nicht hingehört - neben dem Klo. "Da sind Exkremente. Das ist echt uncooler Sch...", brachte sie das Problem auf den Punkt. Gar nicht fassen konnte sie, dass Vivian und Siria Campanozzi partout kein Drama daraus machen wollten: "Wegwischen und gut ist und nächstes Mal besser aufpassen."

Nicht immer kommt Gutes von oben: Hollywood Matze litt erst Panik beim Höhenluftspiel und wurde dann rausgewählt. (Bild: ProSieben)
Nicht immer kommt Gutes von oben: Hollywood Matze litt erst Panik beim Höhenluftspiel und wurde dann rausgewählt. (Bild: ProSieben)

Katharina tickt aus - und verlässt "Die Alm"

Und dann, uiuiui, ging's an die Nominierung. Drei sollten bestimmt werden, zwei würden fliegen. Nominieren durften/mussten Ioannis und Yoncé. "Ich will nicht der Buhmann sein", maulte Yoncé. Tja, kommt davon, wenn man mit seinem Kumpel Ioannis ("Wir sind zwei griechische Halbgötter!") die Paar-Gaudi gewinnt.

Für Ioannis war die Sache klar. Mit feurigem Blick kündete er Katharina: "Ich nominiere natürlich dich. Wir werden hier keine Freunde mehr." Stimmt - Katharina tickte umgehend aus. "Er hasst mich. Warum dieser Hass gegen mich?" Während Vivian, die mit Matze neben Katharina nominiert wurde, "Es ist doch nur ein Spiel" murmelte, rotierte Katharina in der eigenen Eskalationsspirale: "Ich hab keinen Bock mehr. Ich will nach Hause."

Dann die Implosion: "Ich will nie mehr ins Fernsehen. ich will nie mehr Musik machen." Dann eilte sie hinaus in die Nacht - und ward nicht mehr gesehen. Sie ist tatächlich gegangen! Okay, sie wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch rausgewählt worden, aber - hey - das war mal ein Abgang!

Vivian Schmitt überstand die Nominierungszeremonie und darf bleiben. Benedetto Paterno rückte für Christian Lohse nach. (Bild: ProSieben)
Vivian Schmitt überstand die Nominierungszeremonie und darf bleiben. Benedetto Paterno rückte für Christian Lohse nach. (Bild: ProSieben)

Hollywood Matze wird rausgewählt

Der von Matze - die Mitbewohner sprachen sich mit 2:5 Stimmen gegen ihn und für Vivian aus - war trauriger. "Sch...", meinte er, und da war es wieder, das Hauptthema der Sendung, "ich wäre gerne noch geblieben. Bin schon ein bisschen traurig. Aber: Schubidubi, ich bin raus. Tschüss!"

Dieser putzige Koloss wird fehlen. Freundlich, entwaffnend ehrlich, demütig: "Ich bin nix, ich kann nix, ich bin froh, dass ich hier gelandet bin." Aber ganz sicher: Schubidubi, wir werden ihn wiedersehen! Nur halt nicht mehr auf der "Alm".

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.