Wilmersdorf: Am Olivaer Platz kehrt keine Ruhe ein

Protest gegen die Pläne des Bezirksamts am Olivaer Platz

Berlin. Die Mitteilung des Bezirksamts kam unvermittelt: Erst am Freitagnachmittag teilte die Pressestelle lapidar mit: "Olivaer Platz – Baubeginn". An diesem Montag, so hieß es weiter, sollte mit "Schnittarbeiten und vegetationssichernden Maßnahmen" begonnen werden. Die vorhandenen Stauden würden fachgerecht aufgenommen und zur Wiederverwendung auf dem Gelände der Gärtnerei des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf eingeschlagen und zur Wiederverwendung gepflegt werden.

Was eigentlich harmlos klingt, versetzte die Bürgerinitiative (BI) Olivaer Platz unverzüglich in Alarmbereitschaft. Angekündigt hatte der für die Grünflächen zuständige Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) das Vorhaben bereits im November letzten Jahres, doch für Raimund Fischer, den Sprecher der BI ist dies nur eine weitere "Nacht- und Nebelaktion", mit der der Bezirk versuche, Mitwirkungsrechte der Bürger an einem neuen Bebauungsplan ins Leere laufen zu lassen". Trotz des frostigen Morgens hatten sich am Montag rund 30 BI-Mitglieder eingefunden, um gegen das Vorhaben zu protestieren.

Allein – die Mitarbeiter einer vom Bezirk beauftragten Gartenbaufirma waren früher aufgestanden. Sie hatten Fakten geschaffen und an der Ecke der Grünanlage zur Konstanzer Straße bereits Büsche und Sträucher abgeräumt. "Was hier passiert, ist so, als wenn man zu faul ist, seine Wohnung aufzuräumen, und deshalb gleich das ganze Haus abreißt", sagt Margit Mayer von der BI. Die Umgestaltung bringe den Platz zurück auf den Stand einer Fußgän...

Lesen Sie hier weiter!