Wirtschaft: Berlin muss weiter aufholen

Die Wirtschaft der Hauptstadt boomt, es bleibt aber viel zu tun, mein Ulrich Kraetzer.

Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, hat Berlin nach der Wende lange gelitten – und im kollektiven Bewusstsein der Stadt verfestigte sich der Eindruck, das Armenhaus der Republik zu sein. Dieser Trend ist längst gebrochen. Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosenquote sinkt, die Einkommen steigen.

Pünktlich zum Tag der Arbeit zeigt eine Analyse der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, dass davon nicht nur einige wenige profitieren, sondern immer mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Berlin gutes oder sogar sehr gutes Geld verdienen. Die Einkommen steigen auch am unteren Ende der Skala, was wohl auch eine Folge des gesetzlichen Mindestlohns ist. Der Staat kann die Verteilung also doch steuern. Auch das ist erfreulich.

Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist die Produktivität in Berlin aber immer noch niedriger, die Arbeitslosenquote höher, die Löhne geringer. Die Stadt muss also weiter aufholen, die Einkommen müssen weiter steigen. Nicht zuletzt angesichts steigender Mieten und Immobilienpreise sind die Berliner darauf dringend angewiesen.

Unternimmt der Senat genug, um dafür die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen? Zweifel sind angebracht. Beispiel Investitionsquote: Trotz der Zuwanderung ist sie immer noch niedriger als in anderen Städten. Die Infrastruktur kann somit nicht auf einen für Einwohner und Unternehmen akzeptablen Stand gebracht werden. Beispiel Schulausbildung: Die Quote der Abbrecher ist immer noch skandalös hoch. Deswegen landen immer...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen