Wirtschaft fordert bessere Chancen für junge Zuwanderer

Junge Auszubildende in Metallwerkstatt in Sachsen

Jungen Zuwanderern und Asylbewerbern soll nach dem Willen der Wirtschaft der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden. In Berufen, in denen die Bewerber knapp seien, sollte jungen Zuwanderern ohne Hindernisse eine Ausbildung ermöglicht werden, schlug der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, in der "Saarbrücker Zeitung" vor. "Wer dann einen passenden Job findet, soll bleiben dürfen."

Asylbewerber, die eine Ausbildung begonnen hätten, sollten "diese ohne Angst vor Abschiebung abschließen können", forderte Schweitzer. Im vergangenen Jahr habe es im IHK-Bereich 80.000 unbesetzte Ausbildungsplätze gegeben, ergänzte Schweitzer.

Wer zudem in Deutschland eine Hochschulausbildung absolviert habe und danach einen entsprechenden Arbeitsplatz finde, sollte "umgehend ein Daueraufenthaltsrecht erhalten", forderte der DIHK-Präsident. Eine zeitliche Befristung wie bisher üblich sollte es nicht noch einmal geben.

Schweitzer bezeichnete die Debatte um ein neues Einwanderungsgesetz als unnötig. Es gebe bereits umfassende Regelungen, diese "sollten wir sicher noch weiter optimieren".

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hatte sich Anfang Januar für ein Einwanderungsgesetz ausgesprochen, was in der Union aber auf Kritik stieß. Aufgegriffen wurde die Forderung jedoch von Opposition und SPD. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hatte am Wochenende dazu ein Positionspapier der Sozialdemokraten für März angekündigt. Im Gespräch ist beispielsweise ein Punktesystem, um Einwanderung besser zu steuern.