Wissenschaftler: Turiner Grabtuch „keine Fälschung“

Viele gläubige Christen verehren das Turiner Grabtuch: Jesus Christus soll nach seinem Tod am Kreuz damit umhüllt worden sein. Kritiker zweifelten jedoch seit jeher an dem Wahrheitsgehalt dieser Geschichte. Nach intensiven Untersuchungen an dem Stoff steht für italienische Wissenschaftler allerdings so viel fest: Bei dem Tuch handelt es sich nicht um eine Fälschung.

Wissenschaftler: Turiner Grabtuch „keine Fälschung“ (Bild: AFP) Das jahrhundertealte Tuch zeigt den Abdruck der Vorder- und Rückseite eines menschlichen Körpers, zusammen mit Blut, Schmutz und altersbedingten Wasserflecken. Nach dem Glauben vieler Christen sollen diese Abdrücke von keinem geringerem als dem Sohn Gottes, Jesus Christus, stammen. Dessen Leichnam soll nach seiner Kreuzigung vor rund 2.000 Jahren in das Tuch gehüllt worden sein. 

Ob das wirklich den Tatsachen entspricht, das können auch die italienischen Wissenschaftler nicht mit Gewissheit sagen. Nach einer intensiven Untersuchung des Turiner Grabtuchs sind die Experten der „Italienischen Agentur für neue Technologien, Energie und Umwelt“ allerdings davon überzeugt: Das Tuch wurde nicht von Fälschern fabriziert. Das berichtet die Website „ABCNews.com“.

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In den Experimenten hätten die Experten festgestellt, dass das Turiner Grabtuch „viele physische und chemische Eigenschaften“ aufweise, „die so speziell sind, dass die Färbung […] unmöglich in einem  Labor erzeugt werden kann“. Nach zahlreichen UV-Licht- und Röntgenuntersuchungen wurde zudem deutlich, dass auch kein heute gängiger Laser dasselbe Ergebnis im Gewebe hervorbringen könnte.

Um das 4,36 mal 1,10 Meter große Leinentuch ranken sich zahlreiche Mythen. Die Authentizität des Stoffs wurde oft in Frage gestellt, Kritiker vertraten meist die Meinung, dass es im Mittelalter gefälscht worden sei. Doch zu jener Zeit, so die Forscher, hätten die Fälscher erst recht nicht die Möglichkeit gehabt, die Spuren im Tuch zu produzieren. Wie das Abbild tatsächlich entstanden ist, sei unmöglich zu bestimmen, erläuterten die Wissenschaftler.

Viele Gläubige sind der Meinung, dass das Leintuch auf wundersame Weise geprägt wurde, als Jesus Christus nach seiner Kreuzigung von den Toten auferstanden ist.

Das seit 1578 im Dom von Turin aufbewahrte Tuch wird immer wieder auch ausgestellt. So konnte das vermeintliche Leichentuch Jesu im Frühjahr 2010 in der Kathedrale besichtigt werden.  

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