Wissenschaftliche Theorien zum Ende der Welt und des Universums

Wird unsere Welt tatsächlich mal so aussehen? (Symbolbild: Getty Images)

In der Geschichte der Erde und erst recht des gesamten Universums ist der Mensch nicht mehr als eine Randnotiz. Irgendwann, da sind sich die Wissenschaftler einig, wird seine Ära zu Ende gehen. Geschehen könnte das auf vielfältige Weise, doch am wahrscheinlichsten sind folgende Szenarien:

Eine Pandemie dezimiert die Bevölkerung

Durch das globale Flugroutennetz könnte sich eine Infektionskrankheit wie Ebola, SARS oder Grippe schnell auf der ganzen Welt verteilen und im Extremfall so verheerend wirken, dass am Ende nur wenige Überlebende übrig blieben. Um genau das zu verhindern, haben sowohl die Weltgesundheitsorganisation WHO wie auch die Global Challenges Foundation oder das Robert-Koch-Institut ständig Experten im Einsatz, die genau wissen, in welchem Winkel der Erde gerade was wütet.

Als besonders gefährlich schätzen Wissenschaftler das Grippevirus ein, das sein Erbgut ständig verändern kann und auch in der Lage ist, die Artengrenze zu überschreiten, wie man bei der Vogel- oder Schweinegrippe gesehen hat. Während die Vogelgrippe in den meisten Fällen tödlich verlief, war wenigstens die Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch relativ gering. Und während das Schweinegrippevirus leicht übertragbar war, verlief die Krankheit nicht so dramatisch.

Bedrohung: Esa spielt Asteroideneinschlag-Szenario durch

Der schlimmste Fall wäre nun, wenn ein Virus entstünde, das so ansteckend ist wie die Schweinegrippe und so tödlich wie die Vogelgrippe. Im Falle einer Pandemie gehen Experten davon aus, dass es rund sechs Monate dauern würde, um einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Die “gute“ Nachricht: Egal, um welches Virus es sich handelt, hat sich ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung bisher immer als resistent erwiesen. Die gesamte Menschheit würde also wohl nicht ausgerottet.

Falls ein Asteroid auf die Erde trifft, könnte das verheerende Folgen für die Menschheit haben (Symbolbild: Getty Images)

Ein Asteroid trifft die Erde

Um sich annähernd vorzustellen, welch zerstörerische Kraft ein einschlagender Asteroid entwickelt, muss man gar nicht bis zu den Dinosauriern zurückschauen. Es reicht, in Deutschland zum Nördlinger Ries an der bayerisch-schwäbischen Grenze zu fahren. Wissenschaftler wissen heute, dass dort vor rund 15 Millionen Jahren ein 1000 Meter umfassender Meteorit mit einer Geschwindigkeit von 70 000 km/h einschlug. Aufgewirbelte Gesteinsbrocken flogen mehrere hundert Kilometer weit und es schoss eine 3000 Meter hohe Glutwolke empor, auf die ein mehrere tausend Grad heißer Regen aus Säure und Glut folgte. Die Kraft, die dort freigesetzt wurde, entsprach in etwa 250.000 Atombomben.

Um einen solches Szenario zu verhindern, haben die Nasa und die Europäische Weltraumorganisation Esa die Aida-Mission ins Leben gerufen. Anhand eines Asteroiden-Paars wollen sie testen, ob und wie sich die Umlaufbahn von Kleinplaneten durch eine gezielte Kollision mit einer Sonde so verändern lässt, dass er im Ernstfall von der Erde abgelenkt werden kann. Eine andere Möglichkeit wäre, es zu versuchen, einen nahenden Asteroiden mit Atomsprengkörpern zu zerstören. Beide Möglichkeiten setzen aber voraus, dass man einen gefährlichen Asteroiden rechtzeitig erkennt – unmöglich zum Beispiel bei jenen, die sich der Erde von der Sonnenseite aus nähern.

Künstliche Intelligenz wendet sich gegen die Menschen

Allen voran Stephen Hawking war davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz dem Menschen einmal gefährlich werden könnte. Laut Moore’s Gesetz würden Computer alle 18 Monate ihre Rechengeschwindigkeit und ihre Speicherfähigkeit verdoppeln, warnte Hawking, womit die biologische Evolution bei Menschen niemals mithalten könne.

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Da sich elektronische Intelligenz viel schneller steigern lasse, werde sie die organische zwangsläufig überholen und schließlich verdrängen. Für denkbar halten Wissenschaftler auch die Existenz von außerirdischem Leben, das viel weiter entwickelt ist als wir und bei dem es sich um eine vollständig elektronische Intelligenz handeln könnte. Solche hoch entwickelten Aliens könnten danach streben, die Erde zu erobern und zu kolonisieren.

Laut Computergrafik: So könnte der Ausbruch des Supervulkans im Yellowstone Nationalpark aussehen (Symbolbild: Getty Images)

Supervulkane verändern das Klima weltweit

Bricht ein Supervulkan aus, schleudert er Unmengen an Säure und Asche in die Luft, was Lebewesen und Pflanzen in einem großen Radius tötet und dafür sorgt, dass sich die Erde verdunkelt und die Temperatur rapide absinkt. Ernten werden zerstört, die Folge wären massive Flüchtlingsströme, Hungersnöte und eine weltweite Wirtschaftskrise. Supervulkane mit einer solchen Zerstörungsmacht gibt es auf jedem Kontinent, wobei Experten ein paar davon besonders beobachten. Dazu gehört auf jeden Fall der Supervulkan unter dem Yellowstone Nationalpark in den USA. Zuletzt ausgebrochen ist er vor rund 64.000 Jahren, wobei er einen Krater hinterließ, der so groß wie Korsika war.

In Europa fürchten Geologen und Anwohner den Ausbruch der Phlegräischen Felder in der Nähe von Neapel. Dort ist es in den vergangenen Jahren zu vermehrten Erdbeben und einem erhöhten Kohlenmonoxid-Gehalt der heißen Quellen gekommen, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass unter der Erdoberfläche Magma aufsteigt. Das Magma bildet Gase, deren Menge mit der Zeit steigt, die es in einem Vorratsbecken unter der Erde eingeschlossen ist. Wird der Druck groß genug, durchbricht das Magma die Erdoberfläche und es kommt zum Ausbruch. Ein solcher hätte zur Folge, dass ein Großteil Europas danach unter einer Ascheschicht läge. Ab einer Dicke von einem Zentimeter würde das die Ernte auf den Feldern komplett vernichten.

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Die Welt ist nicht genug

Dass die Welt früher oder später zu einem unbewohnbaren Ort werden wird, gilt als sicher. Eine Nummer größer gedacht wird aber auch das gesamte Universum nicht bis in alle Ewigkeit bestehen. Eine Version, wie es zum finalen Knall kommen könnte: Wissenschaftler wissen seit Langem, dass die Galaxien direkt nach dem Urknall viel näher beieinander lagen, als das heute der Fall ist.

Über die Zeit sind sie immer schneller und schneller auseinandergedriftet, das gesamte Universum dehnt sich also unaufhörlich aus. Über die Frage, wieso das passiert, gehen die Meinungen auseinander. Klar ist aber, dass eine solche Ausdehnung nicht ewig weitergehen kann. Irgendwann wird die Dunkle Energie, als die die Kraft hinter dem Phänomen bezeichnet wird, das Universum einfach zum Platzen bringen.

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