Warum Wittenbergs "zweiter Bürgermeister" die wohl kleinsten Häuser der Welt baut

Jürgen Klöckner
Apo Can Ericek hat einen Plan, um die Wohnungsnot in Deutschland zu bekämpfen. 

Apo Can Ericek rollt eine Zigarette in Mitten von abgesägten Brettern, Schrauben und Holzspänen.

Arbeiter hämmern daraus gerade das fünfte Tiny House in einem Hinterhof im Zentrum von Wittenberg. “Die größte kleinste Attraktion der Stadt seit Luther”, nennt Apo das.

Die Zigarette ist gerollt, jetzt kann er uns sein winziges Dorf zeigen. Mit dem rechten Arm schweift er über den Platz.

Das Hartz-IV-Kino

Jedes Haus hier ist nicht größer als ein Parkplatz und steht auf einem Anhänger.

Eines ist ein Wohnhaus mit Küche, Wohn- und Schlafzimmer, Bad und Schreibtisch.

“Wir haben hier größte kleinsten Attraktion der Stadt seit Luther.”

In einem anderen gibt es ein Kino, in dem Hartz-IV-Empfänger und Studenten abends kostenlos einen Film schauen können.

In einem wieder anderen Haus hat eine junge Architektin ihr Büro, an der Wand hängen Skizzen von neuen winzigen Häusern, in der Etage darüber schläft sie auf einer Matratze.

Und der sogenannte Tiny Temple ist die zentralste Wohnung in Wittenberg mitten auf dem Marktplatz vor der Lutherkirche, in dem Apo und seine Leute mit Spenden Abends für Obdachlose und Interessierte kochen.

Apo vor dem Tiny Temple auf dem Marktplatz in Wittenberg.

Vier Menschen wohnen insgesamt in dem wohl kleinsten Dorf Deutschlands, die mit Apo gemeinsam die “Zukunft des Wohnens” erforschen wollen.

Deswegen haben wir uns entschieden, den 28-Jährigen für unsere Reihe der “Vorbildbürgermeister” zu treffen – auch, wenn er kein Bürgermeister im strengen Sinne...

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