WM in Russland: Weltmeister in unmöglicher Mission

Die deutsche Nationalmannschaft ist in Moskau gelandet

Moskau.  Der Landeanflug auf Moskau hatte fast schon begonnen. Gerade erst war die Lautsprecherdurchsage des Kapitäns von Flug LH2018 verklungen, dass sich dichte Wolken über der Stadt befänden, dass kleinere Turbulenzen also denkbar wären und der eine oder andere Umweg durch das Getümmel des Himmels noch geflogen werden müsse.

Just da erhob sich Joachim Löw aus seinem Sitz ganz vorn rechts und begab sich nach vorn ins Cockpit. Mal nach dem Rechten schauen. Vielleicht kann man ja helfen. Wenn es je einen Bundestrainer gegeben hat, dem zuzutrauen gewesen wäre, Flugzeuge zu landen, vermutlich auch zu bauen und zu heben, dann doch Joachim Löw. Dem Mann, der den Eindruck macht, stets und immer Herr der Dinge zu sein.

Löws Zutun war im Luftverkehr doch nicht nötig. Der Airbus 321 landete um 15.55 Uhr auf dem Flughafen Wnukowo. Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff entstieg dem Flieger zuerst, Löw und die Spieler, angeführt von Sami Khedira und Thomas Müller, folgten. Der Mannschaftsbus beförderte die Delegation des Weltmeisters nach Watutinki, einem unbelebten Ort im südwestlichen Nirgendwo von Moskau. Das Mannschaftsquartier dort dient sonst Parteifreunden des Präsidenten als Rückzugsort. In der Nachbarschaft hat die zentrale Funkaufklärung des Militärgeheimdienstes ihren Sitz. Spione nebenan. Liebe Grüße aus Moskau. Doch den Auftrag soll das nicht stören können. Der Auftrag heißt: Titelverteidigung bei der WM.

Letchkov und die Schmach von Cordoba

Schwer genug. Fast unmöglich. Ein Blick...

Lesen Sie hier weiter!