Wo man am ehesten Kleingeld finden kann

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Wer hat nicht schon mal auf der Straße Kleingeld gefunden? Sucht man gezielt nach verlorenen Münzen oder Scheinen, wird man in den seltensten Fällen fündig. Wir erklären, wie man dem Zufall auf die Sprünge helfen kann.

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"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert." "Geld stinkt nicht." Und: "Auch Kleinvieh macht Mist." – Wir Menschen haben uns so einige Redewendungen und Sprichwörter einfallen lassen, um auch dem Kleingeld Wert beizumessen. Tatsächlich sollte die Bedeutung von Münzen und Kleinstmünzen nicht unterschätzt werden. Zwei Fünf-Cent-Stücke sind eine Zehn-Cent-Münze wert. Zehn davon wiegen eine Euro-Münze auf. Das Fünffache davon ergibt den ersten Schein. Und so weiter. Wie gesagt: Auch Kleinvieh macht Mist.

Wer also durch Zufall und unverhofft auf Kleingeld stößt, sollte dieses nicht verschmähen. Auf die Vokabel Zufall kommt es an. Wir wissen doch: Wer gezielt nach etwas sucht, der wird nicht immer fündig. Die Redewendung "Wer suchet, der findet" braucht eine Ergänzung um eine gegenteilige Aussage: Finden tut auch, mitunter sogar meistens der, der nicht sucht. Wenn es darum geht, Kleingeld zu finden, kann man dem Zufall dennoch auf die Sprünge helfen. Indem man etwa vor allem dort die Augen offen hält, wo die Wahrscheinlichkeit groß ist, auf welches zu stoßen.

Wo Menschen Geld verlieren

Und die ist vor allem an jenen Orten groß, an denen Menschen in Eile und durch schnelles Zucken und Wiedereinstecken des Geldbeutels schon mal gerne Geld verlieren. Als da wären: an den Kassen von Discountern und Fastfood-Restaurants, vor Kiosken, Imbissen und Buden, nahe Parkticket-Automaten und öffentlichen Sitzbänken, in Schließfächern und Umkleidekabinen. Auch dort, wo es große Menschenansammlungen gibt, wird das Geld – unwissentlich – auf die Straße geworfen, etwa auf Festivals, Weihnachtsmärkten und in Freizeitparks. Hier fließt das Geld, hier herrscht Hektik und Bewegung, hier ist die Gefahr groß, Münzen und Scheine zu verlieren.

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Eigenes Geld wiederfinden

Aber auch auf die eigene Schusseligkeit sollte man setzen. Schließlich kann man nicht nur fremdes Geld finden, sondern auch eigenes wiederfinden. Augen auf also im Auto, wo die eine oder andere Münze vielleicht unter dem Sitz gelandet ist. Auch in den Ritzen von Sofa und Sessel kann sich so manches Vermögen angehäuft haben. Und mal ehrlich: Wer hat nicht schon Münzen und sogar Scheine in den Taschen jener Kleidungsstücken gefunden, die man nach längerer Zeit wieder aus dem Schrank gekramt hat?

Die Möglichkeiten, Kleingeld zu finden, sind also durchaus gegeben. Das Geld liegt nicht nur sprichwörtlich, sondern auch buchstäblich auf der Straße. Hat man es entdeckt, sollte man es einstecken. Vielleicht könnte man am Ende sogar – das ist nun wirklich die letzte Redewendung – Geld wie Heu anhäufen.