Meine Woche: Die Sandburgenbauer im Berliner Senat

Die rot-rot-grünen Politiker in Berlin haben viel mit dem größten Hobby der Strandurlauber gemeinsam, beobachtet Gilbert Schomaker.

Mit der Politik verhält es sich manchmal so wie beim Sandburgenbauen am Strand. Dabei geht es ja nicht immer nur um Spaß mit den Kindern. Eingebuddelt in der Mitte der Burg sitzend schaut der Papa auf den Nachbarn: Wer hat die schönste und größte Sandburg?

Beim Sandburgenbauen ist der Berliner Senat und sind insbesondere einige grüne Politiker gerade spitze. Da ist zum Beispiel Justizsenator Dirk Behrendt. Diese Woche kündigte er an, eine Fachstelle gegen Diskriminierung bei der Wohnungssuche schaffen zu wollen. Das sieht auf den ersten Blick ja gut aus. Niemand darf aufgrund seiner Herkunft, seines Namens oder seiner Hautfarbe Nachteile im Leben haben. Wer sich also bei der Vergabe einer Wohnung diskriminiert fühlt, soll Hilfe bekommen. 70.000 Euro im Jahr will der Senator dafür ausgeben. Ein freier Träger soll den Job übernehmen.

Bei genauerer Betrachtung stellen sich doch viele Fragen. Wie soll man eine Diskriminierung im Alltag beweisen? Wer schon einmal auf Wohnungssuche war, weiß, dass man meist nur eine formlose Absage bekommt. Egal aus welchem Grund ein Eigentümer einen möglichen Mieter nicht will, die Wahrheit wird er ihm wohl kaum schriftlich darlegen oder vor Zeugen ins Gesicht sagen. Damit wird es schwer – selbst mit Hilfe der Anti-Diskriminierungsstelle – , dagegen vorgehen zu können. Das gab auch eine Sprecherin der Justizverwaltung auf Nachfrage dieser Zeitung zu. Was aber soll dann diese Fachstelle? Ein Placebo für linke Wähler? Ein bisschen Schmuck für die Sand...

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