Mächtige Explosion zerfetzt Mehrfamilienhaus in Dortmund

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Mächtige Explosion zerfetzt Mehrfamilienhaus in Dortmund

Ein Suchhund klettert durch die Trümmer. Foto: Bernd Thissen

Eine Explosion hat ein Mehrfamilienhaus in Dortmund verwüstet. Mindestens ein Bewohner wurde schwer verletzt, eine Frau wird auch Stunden nach der Detonation noch vermisst. Da ihr Mobiltelefon im Haus geortet wurde, könnte sie in den Trümmern liegen, wie die Feuerwehr sagte.

Bei der Suche nach der Frau setzten die Retter auch Spürhunde und eine Wärmebildkamera ein, aber ohne Erfolg.

Am Nachmittag unterbrachen die Retter wegen drohender Einsturzgefahr die Suche, um die Hauswände abzustützen. Diese Arbeiten sollten bis in die Nacht dauern. Ein verschütteter Raum muss noch durchsucht werden. Insgesamt waren weit mehr als 100 Kräfte im Einsatz.

Der verletzte Mann war kurz nach dem Unglück aus dem Mietshaus gerettet und in ein Krankenhaus gebracht worden. Zwei Zeugen der Explosion standen nach Angaben der Feuerwehr unter Schock. Das Paar wurde von der Druckwelle auf der Straße erfasst, es erlitt aber keine äußeren Verletzungen.

Durch die Wucht der Explosion waren das Dachgeschoss und die beiden oberen Stockwerke zerstört worden. Zwischen den angrenzenden Wohnhäusern im Vorort Dortmund-Hörde klafft eine meterhohe Lücke. Das Erdgeschoss blieb weitgehend intakt. Tonnen von Trümmerteilen flogen auf die Straße und zerstörten geparkte Autos. Auch der Hinterhof wurde mit Trümmern übersät. Die Bewohner der beschädigten Nachbarhäuser mussten ihre Wohnungen verlassen.

Die Ursache für das Unglück ist noch ungeklärt. Ob ein Bewohner eine Rolle spielte, der in der Nacht zuvor einen Polizeieinsatz ausgelöst haben soll, ist noch offen. Alle Wohnungen verfügten über Etagengasthermen.

Hörde liegt im Dortmunder Süden und ist mit rund 23 000 Einwohnern einer der größten Vororte der Ruhrgebietsmetropole. Bis Ende des 20. Jahrhunderts war der Standort von der Stahlindustrie geprägt.

Mitteilung Polizei

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